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Dr. Rick und Dr. Nick getäuscht: Ihr Beauty-Doc war gar kein Arzt!

26. Oktober 2026 3 Minuten gelesen
Falscher Beauty-Arzt in Konstanz
Von Redaktion Blaulicht Report

Ein falscher Beauty-Arzt in Konstanz hat Hunderte Menschen mit Botox und Hyaluron behandelt. Dabei besaß der 28-Jährige überhaupt keine ärztliche Zulassung. Stattdessen hatte der gelernte Rettungssanitäter seine Qualifikationen gefälscht. Jetzt hat ihn das Landgericht Konstanz zu drei Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilt.

Falscher Beauty-Arzt erschleicht sich Stelle mit gefälschten Dokumenten

Der Mann trat unter dem Namen „Dr. Lukas“ auf. Mit gefälschten Zeugnissen und einer falschen Approbationsurkunde verschaffte er sich eine Stelle in einer Konstanzer Schönheitspraxis.

Die Praxis gehört zu einer Kette der bekannten Schönheitsmediziner und Influencer Henrik Heüveldop („Dr. Rick“) und Dominik Bettray („Dr. Nick“).

Vor Prozessbeginn erklärten die beiden auf TikTok, dass auch sie auf den angeblichen Mediziner hereingefallen seien. Sie hätten dem Mann ebenso vertraut wie ihre Patienten.

466 Behandlungen mit Botox und Hyaluron

Besonders erschreckend ist die Zahl der Behandlungen. Zwischen Anfang März und Mitte April führte der falsche Beauty-Arzt in Konstanz laut Anklage insgesamt 466 Unterspritzungen mit Botox und Hyaluron durch.

Unter den behandelten Personen befanden sich auch zwei erst 17 Jahre alte Patientinnen.

Ein Gutachter konnte dem Angeklagten allerdings keine konkreten Behandlungsfehler nachweisen. Bei einer Behandlung brach jedoch eine Spritzenspitze ab.

Landgericht Konstanz verhängt Gefängnisstrafe

Das Landgericht Konstanz verurteilte den 28-Jährigen wegen Urkundenfälschung, Missbrauchs von Berufsbezeichnungen, gefährlicher Körperverletzung und Betrugs.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von viereinhalb Jahren gefordert. Die Verteidigung hielt dagegen höchstens zweieinhalb Jahre für angemessen.

Das Gericht entschied schließlich auf drei Jahre und neun Monate Haft. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

So flog der falsche Beauty-Doc auf

Der Schwindel fiel durch eine frühere Straftat auf. Der Angeklagte hatte bereits eine gefälschte Approbationsurkunde bei der Ärztekammer Niedersachsen eingereicht. Deshalb hatte ihn das Amtsgericht Braunschweig schon zuvor verurteilt.

Als die Ärztekammer den Mann später in einer Instagram-Story der Schönheitspraxis entdeckte, wurde sie auf seine neue Tätigkeit aufmerksam. Daraufhin kam der erneute Betrug ans Licht.

Angeklagter gesteht und entschuldigt sich

Zu Beginn des Prozesses räumte der 28-Jährige die Vorwürfe ein. Seine gefälschten Zeugnisse und die Approbationsurkunde habe er bei einem chinesischen Online-Anbieter gekauft.

Vor Gericht erklärte er außerdem, dass er sich nach Anerkennung gesehnt habe. Deshalb habe er auch seinem persönlichen Umfeld ein abgeschlossenes Medizinstudium vorgespielt.

In seinem Schlusswort entschuldigte sich der Angeklagte bei den Betroffenen. Die vergangenen sechs Monate bezeichnete er als die härtesten seines Lebens.

Der Fall zeigt, welche Folgen gefälschte medizinische Qualifikationen haben können. Obwohl ein Gutachter keine konkreten Behandlungsfehler feststellte, verurteilte das Gericht den falschen Beauty-Arzt in Konstanz unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung.

Weitere aktuelle Meldungen finden Sie in unserem Nachrichtenbereich sowie bei Police Report Worldwide.

Bei der Erstellung dieses Beitrags wurden KI-Werkzeuge unterstützend eingesetzt. Inhaltliche Prüfung und redaktionelle Verantwortung liegen bei „Blaulicht Report“.

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