Kind stürzt 13 Meter in die Tiefe
In München-Nymphenburg hat sich am Mittwochabend ein tragischer Unfall ereignet. Ein dreijähriger Junge stürzte aus einem Fenster im vierten Stock eines Mehrfamilienhauses und starb später im Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen. Der Fenstersturz in München-Nymphenburg löste einen großen Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei aus.
Notruf ging gegen 23.35 Uhr ein
Gegen 23.35 Uhr erreichte der Notruf die Feuerwehr München. Auf dem Gehweg vor einem Mehrfamilienhaus in einem Neubaugebiet in Nymphenburg lag ein schwer verletztes Kind. Rettungskräfte und Polizeibeamte erreichten den Einsatzort in kurzer Zeit und versuchten, das Leben des Jungen zu retten.
Die Einsatzkräfte begannen noch vor Ort mit Reanimationsmaßnahmen. Anschließend brachten sie den Dreijährigen in eine Klinik. Trotz aller Bemühungen starb das Kind rund zwei Stunden später an seinen schweren Verletzungen.
Geöffnetes Fenster im vierten Stock entdeckt
Nach ersten Erkenntnissen fanden die Beamten im vierten Stock des Hauses ein geöffnetes Fenster. Es befand sich in etwa 13 Metern Höhe. Von dort soll der Junge in die Tiefe gestürzt sein. Der genaue Ablauf des Fenstersturzes in München-Nymphenburg bleibt derzeit Gegenstand der Ermittlungen.
Vor dem Haus spielten sich dramatische Szenen ab. Die 27 Jahre alte Mutter und der 29 Jahre alte Vater des Kindes hielten sich auf dem Gehweg auf. Aus der Wohnung nahmen die Einsatzkräfte außerdem die Schreie eines weiteren Kindes wahr.
Polizei bricht Wohnungstür gewaltsam auf
Da die Eltern nach Angaben der Polizei in der Hektik die Wohnungstür zugezogen hatten, konnte zunächst niemand die Tür öffnen. Die Beamten handelten sofort und brachen die Tür gewaltsam auf. Sie wollten verhindern, dass auch das weitere Kind in Gefahr gerät.
In der Wohnung fanden die Einsatzkräfte einen acht Monate alten Säugling. Die Polizei übergab das Baby zunächst an Nachbarn, die sich um das Kind kümmerten.
Eltern hielten sich offenbar in anderem Raum auf
Nach Angaben eines Polizeisprechers leben die Eltern getrennt. Die Mutter besuchte den Vater des gemeinsamen Kindes zusammen mit dem Dreijährigen und dem Säugling. Nach ersten Erkenntnissen hielten sich die Eltern in einem anderen Zimmer auf, während der Junge aus dem geöffneten Fenster stürzte.
Bislang liegen laut Polizei keine Hinweise auf ein Fremdverschulden vor. Dennoch prüft die Kriminalpolizei den genauen Ablauf. Ermittler sicherten Spuren in der Wohnung und rekonstruieren nun, wie es zu dem tragischen Fenstersturz in München-Nymphenburg kommen konnte.
Kriminalpolizei ermittelt nach tödlichem Unfall
Für die Eltern des verstorbenen Jungen wurde ein Kriseninterventionsteam hinzugezogen. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an. Erst nach Abschluss der Rekonstruktion lässt sich laut Polizei einschätzen, welche rechtlichen Folgen auf die Eltern zukommen könnten.
Weitere Informationen zur Polizeiarbeit in München stellt die Polizei Bayern für München bereit.
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