Dreister Mietbetrug in Köln: Kriminelle haben mit einer falschen Wohnungsanzeige zahlreiche Menschen getäuscht. Mehr als 100 Interessenten erschienen zu einer Besichtigung in der Innenstadt. Mindestens ein Opfer überwies knapp 3.000 Euro Kaution. Die Polizei ermittelt und zählt bereits mehr als 20 Strafanzeigen.
Mietbetrug in Köln: Täter locken mit günstiger Wohnung
Die Betrüger nutzten eine tatsächlich existierende Drei-Zimmer-Wohnung in der Römergasse. Die rechtmäßige Mieterin bietet diese Wohnung normalerweise über ein Internetportal als Ferienunterkunft an.
Die Täter kopierten die Fotos und die Beschreibung. Anschließend veröffentlichten sie eine eigene Anzeige auf einem großen Immobilienportal.
Das Angebot klang verlockend: knapp 70 Quadratmeter, drei möblierte Zimmer und rund 1.000 Euro Monatsmiete.
Allerdings gehörte die Wohnung den Betrügern nicht. Sie hatten auch keine Berechtigung, diese dauerhaft zu vermieten.
Mehr als 100 Menschen kommen zur Besichtigung
Für den 1. Oktober organisierten die Täter einen Besichtigungstermin. Im Laufe des Tages erschienen nach bisherigen Erkenntnissen weit mehr als 100 Wohnungssuchende.
Ein angeblicher Vertreter einer Hausverwaltung führte die Interessenten durch die Räume.
Besonders dreist: Die Betrüger verwendeten den Namen einer tatsächlich existierenden Hausverwaltung. Dadurch wirkte das Angebot zusätzlich glaubwürdig.
Fast 3.000 Euro Kaution überwiesen
Der Mietbetrug in Köln hatte für mindestens einen Interessenten finanzielle Folgen. Er überwies knapp 3.000 Euro Kaution an die angebliche Hausverwaltung.
Weitere Wohnungssuchende übermittelten persönliche Dokumente. Dazu gehörten Kopien ihrer Personalausweise, Schufa-Auskünfte und Gehaltsnachweise.
Einige Interessenten erhielten später eine Betrugswarnung des Immobilienportals. Daraufhin erkannten sie die Täuschung und verständigten die Polizei.
Bislang liegen den Ermittlern mehr als 20 Strafanzeigen vor.
Weiterer Betrugsversuch am Eigelstein
Am 11. Oktober kam es möglicherweise zu einem weiteren Betrugsversuch. Unbekannte wollten offenbar erneut eine Wohnung in Köln vermieten, diesmal am Eigelstein.
Allerdings bemerkten andere Hausbewohner verdächtige Umstände. Sie wurden misstrauisch und verhinderten den geplanten Besichtigungstermin.
Die Polizei prüft, ob dieselben Täter hinter beiden Fällen stecken.
Polizei Köln sucht weitere Geschädigte
Die Ermittler gehen dem Mietbetrug in Köln weiter nach. Sie bitten insbesondere Menschen um eine Anzeige, die ebenfalls auf das falsche Angebot reagiert haben.
Betroffene können ihre Anzeige online über die Polizei Köln oder persönlich auf jeder Polizeiwache erstatten.
So schützen sich Wohnungssuchende vor Betrügern
Wohnungsfotos überprüfen
Nutzen Sie vor einer Besichtigung eine Bilderrückwärtssuche. So können Sie herausfinden, ob dieselben Fotos auch auf anderen Portalen erscheinen.
Hausverwaltung direkt kontaktieren
Fragen Sie nach der zuständigen Hausverwaltung. Prüfen Sie die Kontaktdaten unabhängig von der Wohnungsanzeige.
Auch ein Aushang im Hausflur oder ein Gespräch mit Nachbarn kann helfen. Kontaktieren Sie die Verwaltung direkt und fragen Sie nach, ob die Wohnung tatsächlich zur Vermietung steht.
Keine Kaution im Voraus überweisen
Überweisen Sie keine Kaution und keine Zahlungen für Möbel, bevor Sie die Wohnung tatsächlich übernehmen.
Weitere Informationen zu aktuellen Betrugsmaschen und Polizeimeldungen finden Sie in unserer Rubrik News.
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Bei der Erstellung dieses Beitrags wurden KI-Werkzeuge unterstützend eingesetzt. Inhaltliche Prüfung und redaktionelle Verantwortung liegen bei „Blaulicht Report“.
