E-Scooter-Kontrollen in Fulda: Polizei stellt zahlreiche Verstöße fest
Fulda. E-Scooter prägen inzwischen das Stadtbild, gleichzeitig wächst ihre Bedeutung im Unfallgeschehen. Deshalb rückten gemeinsame E-Scooter-Kontrollen in Fulda in der vergangenen Woche in den Mittelpunkt. Der Regionale Verkehrsdienst Fulda und die Stadtpolizei Fulda überprüften an drei Tagen zahlreiche Verkehrsteilnehmende.
Die Einsatzkräfte kontrollierten am 4., 9. und 10. September im Fuldaer Stadtgebiet vor allem Fahrerinnen und Fahrer von E-Scootern. Sie nahmen aber auch Fahrräder, Pedelecs und Krafträder genauer unter die Lupe.
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Unfallzahl steigt in Osthessen um rund 109 Prozent
Die Entwicklung der Unfallzahlen bildet den Hintergrund der Kontrollen. Im Jahr 2025 registrierte die Polizei in Osthessen insgesamt 92 Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Elektrokleinstfahrzeugen. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Anstieg von rund 109 Prozent.
Bei diesen Unfällen erlitten 73 Menschen Verletzungen. 13 von ihnen verletzten sich schwer. Zweiradfahrende tragen im Straßenverkehr ein besonders hohes Verletzungsrisiko, weil sie keine schützende Fahrzeugkarosserie umgibt. Bereits Stürze und Zusammenstöße bei niedriger Geschwindigkeit können deshalb erhebliche Verletzungen verursachen.
Welche Folgen manipulierte Fahrzeuge haben können, zeigt ein anderer Fall: Ein 14-Jähriger verunglückte mit einem mutmaßlich manipulierten E-Scooter.
Gespräche und Aufklärung stehen im Mittelpunkt
Die Einsatzkräfte wollten bei den E-Scooter-Kontrollen in Fulda nicht allein Verstöße erkennen und ahnden. Sie suchten gezielt das Gespräch mit den Verkehrsteilnehmenden, erklärten die geltenden Vorschriften und machten auf typische Gefahren aufmerksam.
Polizeihauptkommissar Carsten Sippel, Leiter des Regionalen Verkehrsdienstes Fulda, sieht angesichts der Unfallentwicklung einen klaren Bedarf für solche Maßnahmen. Nach seinen Angaben reagieren die meisten Verkehrsteilnehmenden positiv auf die Kontrollen und Gespräche.
Polizei und Stadtpolizei wollen das Bewusstsein für eine sichere und rücksichtsvolle Teilnahme am Straßenverkehr stärken. Beide Behörden planen deshalb weitere gemeinsame Kontrollen. Dabei richten die Einsatzkräfte ihren Blick künftig besonders auf manipulierte und getunte Pedelecs sowie E-Scooter.
Polizei stellt mehrere Verstöße fest
Während der drei Kontrolltage stellten die Einsatzkräfte zahlreiche Verstöße fest. Fahrer nutzten unter anderem Verkehrsflächen, auf denen sie nicht fahren durften. Außerdem entdeckten die Kontrollteams fehlende oder nicht funktionsfähige Beleuchtungseinrichtungen.
In einem weiteren Schwerpunkt kontrollierten die Einsatzkräfte die unerlaubte Mitnahme einer zweiten Person. Auf einem E-Scooter darf immer nur eine Person fahren. Auch andere Polizeibehörden ahnden solche Verstöße regelmäßig, wie aktuelle E-Scooter-Kontrollen im Kreis Höxter zeigen.
Die wichtigsten Regeln für E-Scooter
- Fahrerinnen und Fahrer müssen mindestens 14 Jahre alt sein.
- Ein Führerschein ist nicht erforderlich.
- Für den E-Scooter gilt eine Versicherungspflicht.
- Das Fahrzeug benötigt eine gültige Versicherungsplakette und Betriebserlaubnis.
- Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt 20 km/h.
- Fahrer müssen vorhandene Radwege nutzen. Ohne Radweg fahren sie auf der Fahrbahn.
- Gehwege und Fußgängerzonen bleiben grundsätzlich tabu, sofern keine ausdrückliche Freigabe für E-Scooter besteht.
- Eine zweite Person darf nicht auf dem E-Scooter mitfahren.
- Auch für E-Scooter gelten die gesetzlichen Vorgaben zu Alkohol und berauschenden Mitteln.
- Beleuchtung, Klingel und Bremsen müssen funktionieren.
- Während der Fahrt dürfen Fahrer ein Mobiltelefon nur mit einer zulässigen Freisprecheinrichtung nutzen.
Die Polizei Hessen informiert über die sichere Nutzung von E-Scootern und die geltenden Vorgaben.
Polizei empfiehlt einen Helm
Eine gesetzliche Helmpflicht besteht für E-Scooter nicht. Die Polizei empfiehlt trotzdem ausdrücklich, einen Helm zu tragen. Bei einem Sturz kann er das Risiko schwerer Kopfverletzungen deutlich reduzieren.
Die E-Scooter-Kontrollen in Fulda sollen auch künftig für mehr Verkehrssicherheit sorgen. Polizei und Stadtpolizei setzen dabei weiterhin auf die Verbindung aus Kontrollen, Gesprächen und gezielter Aufklärung.
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Erstellt mit Hilfe von KI
