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Eichenprozessionsspinner in Koblenz: Befall bleibt 2026 auf niedrigem Niveau

23. Juni 2026 3 Minuten gelesen
Eichenprozessionsspinner Koblenz

Eichenprozessionsspinner in Koblenz: Befall bleibt auf niedrigem Niveau

Der Befall durch den Eichenprozessionsspinner in Koblenz bleibt auch im Jahr 2026 auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Das ergaben die regelmäßigen Kontrollen der städtischen Baumkontrolleure. Nach Angaben der Stadt wurde an rund 13 Prozent der im Baumkataster erfassten Eichen ein Befall festgestellt.

Jeder gemeldete Befall wurde zeitnah durch ein Fachunternehmen beseitigt. Ein großflächiges Auftreten der Raupen konnte im gesamten Stadtgebiet nicht festgestellt werden.

208 Bäume von Befall betroffen

Wie Stadtbaummanager Stephan Dally mitteilt, ist Koblenz beim Thema Eichenprozessionsspinner gut aufgestellt. Die Ausbreitung halte sich seit Jahren auf einem stabilen und vergleichsweise niedrigen Niveau.

Insgesamt mussten lediglich an 208 Bäumen Nester entfernt werden. Die typischen Gespinste des Eichenprozessionsspinners erscheinen grauweiß bis bräunlich und erinnern an Spinnweben oder filzartige Strukturen. Sie befinden sich häufig am Stamm, an stärkeren Ästen oder in Astgabeln von Eichen.

Weitere Meldungen aus der Region finden Sie auch unter News sowie im Bereich Deutschland.

Gesundheitsrisiken durch Brennhaare

Die Raupen des Nachtfalters entwickeln ab dem dritten Larvenstadium feine Brennhaare. Diese können durch Wind über größere Entfernungen verbreitet werden.

Kommt es zu einem Kontakt mit den Haaren, können Hautreizungen, Juckreiz, Augenentzündungen oder Reizungen der Atemwege auftreten. In einzelnen Fällen sind auch stärkere allergische Reaktionen möglich. Deshalb empfiehlt die Stadt, den direkten Kontakt mit Raupen und Nestern grundsätzlich zu vermeiden.

Warum der Befall in Koblenz begrenzt bleibt

Nach Angaben der Stadt bewegt sich der Befall seit Jahren auf einem weitgehend gleichbleibenden Niveau. Ein Grund dafür liegt in der Struktur des Stadtgebiets. Größere zusammenhängende Eichenbestände sind in Koblenz vergleichsweise selten.

Solche Bestände fördern normalerweise die Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners erheblich. Die vorhandene Baumstruktur wirkt daher einer stärkeren Vermehrung entgegen.

Kontrollen werden fortgesetzt

Der Eigenbetrieb Grünflächen- und Bestattungswesen setzt weiterhin auf regelmäßige Kontrollen und die schnelle Entfernung entdeckter Nester. Damit sollen mögliche Gesundheitsgefahren für die Bevölkerung minimiert werden.

Sollte sich infolge des Klimawandels künftig ein stärkeres oder flächendeckendes Auftreten entwickeln, prüft die Stadt zusätzliche Maßnahmen. Dazu gehört unter anderem der Einsatz von Nematoden. Diese mikroskopisch kleinen Fadenwürmer gelten als natürliche Gegenspieler der Raupen und können helfen, deren Population zu reduzieren.

Weitere Informationen zum Gesundheitsschutz und zu möglichen Gefahren durch den Eichenprozessionsspinner stellt unter anderem das Bundesinstitut für Risikobewertung bereit. Informationen der Stadtverwaltung finden Interessierte zudem auf der Webseite der Stadt Koblenz.

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