Ein tragischer Fall aus der Region München sorgt für große Betroffenheit: Ein Handwerker soll ein Loch in einer Fassade verschlossen haben, obwohl es zuvor Hinweise auf ein Eichhörnchen in dem Hohlraum gegeben haben soll. Später wurde das Tier tot entdeckt.
Warnung vor dem Verschließen der Öffnung – Eichhörnchen in Fassade gestorben
Nach bisherigen Informationen soll vor dem Verschließen der Fassadenöffnung darauf hingewiesen worden sein, dass sich dort möglicherweise ein Eichhörnchen befindet. Trotzdem wurde die Öffnung offenbar geschlossen. Dadurch konnte das Tier den Hohlraum nicht mehr verlassen.
Der Vorfall zeigt, wie wichtig Aufmerksamkeit bei Arbeiten an Fassaden, Dächern und Hohlräumen ist. Denn gerade in Wohngebieten nutzen Wildtiere geschützte Bereiche an Gebäuden als Rückzugsort.
Wildtiere an Gebäuden sind keine Seltenheit
Eichhörnchen leben nicht nur in Wäldern und Parks. Vielmehr suchen sie auch in Siedlungen nach sicheren Plätzen. Deshalb können Fassadenöffnungen, Dachbereiche oder Hohlräume für Tiere interessant sein.
Besonders bei Sanierungen sollten solche Stellen daher sorgfältig geprüft werden. Außerdem sollten Hinweise von Anwohnern, Passanten oder Tierfreunden ernst genommen werden.
Naturschutzrecht schützt Lebensstätten wild lebender Tiere
Nach dem Bundesnaturschutzgesetz ist es verboten, Lebensstätten wild lebender Tiere ohne vernünftigen Grund zu beeinträchtigen oder zu zerstören. Zudem dürfen wild lebende Tiere nicht ohne vernünftigen Grund verletzt oder getötet werden.
Was bei Verdacht auf Tiere in der Fassade wichtig ist
Wenn der Verdacht besteht, dass sich ein Tier in einer Fassade befindet, sollte die Öffnung nicht sofort verschlossen werden. Stattdessen sollten Fachleute, eine Wildtierhilfe oder die zuständige Naturschutzbehörde kontaktiert werden. Dadurch lässt sich oft verhindern, dass Tiere eingeschlossen werden.
Der Tod des Eichhörnchens macht deshalb deutlich, wie schnell eine alltägliche Baumaßnahme für Wildtiere tödlich enden kann. Gleichzeitig zeigt der Fall, dass schon eine kurze Kontrolle möglicherweise ausgereicht hätte, um das Tier zu retten.
Weitere aktuelle Nachrichten aus Deutschland und der Region finden Sie auf Police Report Worldwide.
