Einbruch in Sparkasse Gelsenkirchen: Gold im Schließfach – Polizei jagt „Kernbohrer“
Der Einbruch in Sparkasse Gelsenkirchen beschäftigt Ermittler und Betroffene weiter. Nach dem Tresor-Coup in der Filiale im Stadtteil Buer arbeitet die Sonderkommission „Kernbohrer“ rund um die Uhr. Gleichzeitig steigen die Schätzungen zur Beute, weil viele Kunden nicht nur Bargeld, sondern auch Gold, Schmuck und Münzen in Schließfächern lagerten.
So drangen die Täter in die Filiale ein
Nach bisherigen Erkenntnissen gelangten die Einbrecher über ein angrenzendes Parkhaus an das Gebäude. Danach bohrten sie sich mit Technik durch eine massive Wand bis in den Tresorbereich. Anschließend öffneten sie innerhalb vieler Stunden nahezu alle Schließfächer. Die Täter nutzten dabei offenbar Routine und Zeitdruck aus, und sie handelten auffällig zielgerichtet.
Beim Einbruch in Sparkasse Gelsenkirchen sprechen Ermittler auch über mögliches Insiderwissen. Denn die Täter wirkten vorbereitet und kannten Abläufe sowie Schwachstellen. Die Polizei prüft deshalb mehrere Spuren in verschiedene Richtungen.
600.000 Euro in Gold: Anwalt berichtet von extremen Summen
Ein Anwalt, der zahlreiche Geschädigte vertritt, berichtet von einzelnen Fällen mit sehr hohen Werten. Demnach lagerte ein Mandant Gold im Wert von rund 600.000 Euro im Schließfach. Viele Betroffene setzten auf Gold als Reserve, weil sie Inflation, Krisen und schnelle Verfügbarkeit fürchten. Dadurch erreicht der Gesamtschaden schnell Dimensionen, die weit über den üblichen Bankeinbruch hinausgehen.
Warum Betroffene jetzt ein zweites Problem haben
Für viele Opfer beginnt nach dem Einbruch in Sparkasse Gelsenkirchen die nächste harte Phase. Denn zahlreiche Schließfächer decken Versicherungen nur bis zu begrenzten Summen ab. Außerdem muss jeder Geschädigte seine Ansprüche individuell durchsetzen. Gleichzeitig müssen Betroffene belegen, was im Schließfach lag. Fotos, Rechnungen, Zertifikate oder glaubhafte Erklärungen helfen dabei.
Offene Fragen: Daten, Zeiten, Fluchtweg
Ermittler werten sichergestellte Daten aus und prüfen Abläufe in der Filiale. Dabei geht es vor allem um diese Punkte: Wann genau betraten die Täter das Gebäude? Welche Sicherungen versagten, und warum? Und wie lief die Flucht ab? Je klarer diese Kette wird, desto eher lässt sich der Täterkreis eingrenzen.
Wer Hinweise geben kann, erreicht die Polizei über die offiziellen Kontaktwege des Polizeipräsidiums Gelsenkirchen (Kontaktseite). Zudem führt die Staatsanwaltschaft Essen das Verfahren mit (Kontakt).
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