Eike Immel wegen Betrugs verurteilt
Der frühere Nationaltorhüter Eike Immel ist wegen Betrugs verurteilt worden.
Das Amtsgericht Marburg verhängte eine Haftstrafe von zwei Jahren und zwei Monaten.
Der 63-Jährige soll in insgesamt 107 Fällen Menschen um Geld betrogen haben.
Am Donnerstagmorgen begann der Prozess gegen den ehemaligen Bundesliga-Profi.
Schon der dritte Anlauf, nachdem die Verhandlung zuvor verschoben worden war.
Immel erschien zum Auftakt nicht persönlich vor Gericht. Stattdessen äußerte sich sein Verteidiger.
Schulden in Höhe von 34.000 Euro
Der Vorwurf:
Immel soll sich wiederholt Geld geliehen und nie zurückgezahlt haben. Dabei habe er jedes Mal finanzielle Notlagen vorgeschoben.
Die Gesamtsumme der offenen Beträge beträgt rund 34.000 Euro.
Unter den mutmaßlichen Geschädigten ist auch die Partnerin von Ex-Weltmeister Andy Brehme.
Auch vier versprochene EM-Tickets für ein Deutschlandspiel wurden laut Anklage nie geliefert.
Verteidigung: Reue und schwierige Lebenslage
Laut seinem Anwalt war es nie Immels Absicht, das Geld dauerhaft zu behalten. Er habe geplant, alles zurückzuzahlen.
Der Anwalt betonte die finanzielle Notlage seines Mandanten. Immel schäme sich zutiefst für sein Verhalten.
Eike Immel äußerte sich im Prozess selbst nicht zu den Vorwürfen.
Das Gericht sah die Schuld dennoch als erwiesen an und verhängte eine Haftstrafe.
