Homophober Angriff in Berlin-Köpenick: Polizei sucht Zeugen
Ein homophober Angriff in Berlin sorgt erneut für Empörung. Die Attacke auf die 27-Jährige und ihre vier Jahre ältere Partnerin ereignete sich bereits im Sommer 2023. Mit Handyfotos, die eines der Opfer noch selbst vom Täter gemacht hatte, versuchen Ermittler nun endlich, die Identität des Mannes zu klären.. Sie beleidigten ihr Opfer, stießen sie zu Boden und traten mehrfach auf sie ein. Der Staatsschutz ermittelt wegen eines Hassverbrechens.

Brutale Tat im Berliner Stadtteil Köpenick
Nach bisherigen Erkenntnissen griffen die Männer ihr Opfer mitten auf der Straße an.
Danach flüchtete die Gruppe in Richtung Alt-Köpenick. Die Frau erlitt Verletzungen an Lippen, Zähnen und am Rücken. Sie rief selbstständig Hilfe und wurde ärztlich versorgt.
Die Ermittler des Landeskriminalamts Berlin gehen von einer gezielten homophoben Motivation aus. Das Polizeipräsidium Berlin bittet um Hinweise, um die Täter schnell zu identifizieren.
Zeugen sollen sich melden
Wer den homophoben Angriff in Berlin beobachtete oder Verdächtiges wahrnahm, kann wichtige Hinweise liefern.
Kontakt für Hinweise
Landeskriminalamt Berlin, LKA 535 – Tel.: 030 / 4664 953528 oder per E-Mail an LKA535@polizei.berlin.de.
Gemeinsam Haltung zeigen
Homophobe Gewalt bedroht das gesellschaftliche Miteinander. Jeder kann helfen, indem er Zivilcourage zeigt, Betroffenen beisteht und Verdächtiges meldet. Nur entschlossenes Handeln verhindert weitere Angriffe.
Mehr aktuelle Polizeimeldungen findest du unter News, Deutschland und Fahndungen.
Doch warum dauerte es mehr als zwei Jahre, bis nach dem brutalen Schläger mit Bildern gesucht wird?
Die Polizeisprecherin: „Wie immer in solchen Fällen müssen zunächst alle anderen Ermittlungsansätze ausgeschöpft sein, bevor öffentlich gefahndet werden darf.“ In diesem Fall habe es immer wieder neue Ansätze gegeben, denen die Staatsschützer zunächst nachgehen mussten. Denn: Auch für mutmaßliche Täter gelten Persönlichkeits- und Datenschutzrechte.
