Traben-Trarbach. Auf der Mosel bei Traben-Trarbach hat sich am späten Freitagabend ein schwerer Schiffsunfall ereignet. Dabei kollidierte das Steuerhaus eines Fahrgastkabinenschiffs mit der alten Wolfer Brücke. Der Schiffsführer erlitt schwere Verletzungen, während die rund 150 Fahrgäste nach bisherigen Informationen unverletzt blieben.
Steuerhaus prallt gegen alte Wolfer Brücke
Der Schiffsunfall ereignete sich am Freitag, 4. September 2026, gegen 22.20 Uhr. Das Fahrgastkabinenschiff befand sich zu diesem Zeitpunkt bei Moselkilometer 110,750. Aus einer bislang ungeklärten Ursache prallte das Steuerhaus des Schiffes gegen die sogenannte alte Wolfer Brücke.
Durch die heftige Kollision entstand am Steuerhaus ein erheblicher Schaden. Außerdem verletzte sich der verantwortliche Schiffsführer schwer. Rettungskräfte versorgten ihn zunächst und brachten ihn anschließend zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus nach Trier.
Die etwa 150 Fahrgäste an Bord überstanden den Unfall dagegen unverletzt. Somit mussten die Einsatzkräfte nach aktuellem Stand keine weiteren Menschen medizinisch versorgen.
Fahrgastschiff erreicht Steiger in Traben-Trarbach
Trotz der deutlichen Schäden am Steuerhaus konnte das Fahrgastkabinenschiff nach der Kollision noch einen Steiger in Traben-Trarbach erreichen. Dort legte es schließlich an. Weitere Angaben zum Zustand des Schiffes oder zu einer möglichen Fortsetzung der Reise liegen bislang nicht vor.
Während das Steuerhaus erheblichen Schaden nahm, stellten die Einsatzkräfte am Brückenbauwerk vor Ort keine sichtbaren Beeinträchtigungen fest. Dennoch können weitere Untersuchungen notwendig werden, damit Fachleute mögliche Schäden an der Moselbrücke sicher ausschließen.
Ein ähnliches Thema beschäftigte die Region bereits an anderer Stelle. So waren an der Moselbrücke in Treis-Karden Reparaturen nach früheren Schiffsanprallen notwendig geworden.
Wasserschutzpolizei ermittelt zur Unfallursache
Die Wasserschutzpolizei Koblenz nahm den Unfall auf und leitete die weiteren Ermittlungen ein. Allerdings steht die Ursache der Kollision noch nicht fest. Deshalb bleibt zunächst offen, weshalb das Steuerhaus des Fahrgastschiffes die Brücke traf.
Die Ermittler müssen nun unter anderem den Fahrtverlauf sowie die technischen und nautischen Umstände prüfen. Darüber hinaus dürften sie mögliche Zeugenaussagen und vorhandene Aufzeichnungen auswerten. Die Polizei veröffentlichte bisher jedoch keine Hinweise auf einen technischen Defekt oder ein Fehlverhalten. Daher wären Spekulationen über den genauen Auslöser derzeit verfrüht.
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Informationen zu den Aufgaben und Zuständigkeiten veröffentlicht die Wasserschutzpolizei Rheinland-Pfalz. Für die Bundeswasserstraßen in der Region ist außerdem das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Mosel-Saar-Lahn zuständig.
Erstellt mit Unterstützung von KI.
