Schleswig-Holstein

Familienstreit in Hamburg-Eimsbüttel führt zu unerwarteten Entdeckungen

Hamburg - Schusswaffen - Polizei

HamburgZeit: 06.02.2023, 17:00 Uhr

Ort: Hamburg-Eimsbüttel, Högen- und Grundstraße

Nachdem gestern Nachmittag ein 26-jähriger deutscher Staatsangehöriger in der Wohnung einer Familienangehörigen in Eimsbüttel randaliert hat, haben Einsatzkräfte des Polizeikommissariats 23 bei anschließenden Wohnungsdurchsuchungen unter anderem Betäubungsmittel in nicht geringer Menge und scharfe Schusswaffen gefunden.

Nach einem vorangegangenen Familienstreit suchten Polizisten gestern Nachmittag für die Durchführung einer sogenannten Gefährderansprache eine Wohnung in der Högenstraße auf. Dort sollte sich der mutmaßliche Randalierer aufhalten. Als er den Polizisten öffnete und ihnen hierbei deutlicher Marihuanageruch entgegenschlug, entschieden sie sich umgehend zur Durchführung weiterer Maßnahmen.

Bei der Vollstreckung eines daraufhin im Eilverfahren durch die Staatsanwaltschaft erwirkten Durchsuchungsbeschlusses für die Wohnung in der Högenstraße fanden die Beamten unter anderem
ca. 250 Gramm Marihuana, zwei scharfe Schusswaffen inklusive Munition, eine Laserzieleinrichtung, fünf Schreckschusswaffen, zehn Messer (darunter fünf verbotene) und eine Geldzählmaschine auf.

Ein Ermittlungsrichter erweiterte den Durchsuchungsbeschluss anschließend auf die Wohnung des nunmehr Tatverdächtigen in der Grundstraße. Bei der anschließenden Vollstreckung stellten die Polizisten auch dort diverse Gegenstände – unter anderem ein unbrauchbar gemachtes AK-47-Sturmgewehr, ein Einhandmesser, einen Teleskopschlagstock und ein Schwert – sicher.

Der deutsche Staatsangehörige wurde heute Nachmittag einem Richter vorgeführt, der einen Untersuchungshaftbefehl gegen ihn erließ.

Die Fachdienststelle für Rauschgiftdelikte (LKA 68) führt die noch andauernden Ermittlungen.

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