Fastnacht in Rheinland-Pfalz: Sicherheit hat oberste Priorität
Die Fastnacht in Rheinland-Pfalz erreicht in den kommenden Tagen ihren Höhepunkt.
Tausende Menschen feiern ausgelassen bei Saal- und Straßenfastnacht. Musik, Kostüme und gute Laune prägen die fünfte Jahreszeit. Doch gerade mit steigender Stimmung und erhöhtem Alkoholkonsum wachsen auch die Risiken.
Polizei und Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz appellieren deshalb an die Vernunft aller Feiernden.
Gewalt und Belästigung haben keinen Platz
Die Sicherheitsbehörden stellen klar:
Gewalt, sexuelle Belästigung oder andere Straftaten duldet niemand – auch nicht im närrischen Trubel. Wer Grenzen überschreitet, muss mit konsequentem Einschreiten rechnen. Betroffene sollten sich nicht scheuen, Hilfe zu holen oder die Polizei zu verständigen. Weitere aktuelle Polizeimeldungen findest Du auch in unserem Bereich News.
Keine Waffenattrappen bei KostĂĽmen
Bei der KostĂĽmwahl sollten Narren besonders vorsichtig sein.
Realistisch aussehende Waffenattrappen gelten als sogenannte Anschein-Waffen. Sie können Angst oder Panik auslösen und stellen eine Ordnungswidrigkeit dar.
Wer solche Gegenstände mitführt, riskiert ein Bußgeld von bis zu 10.000 Euro. Die Polizei Rheinland-Pfalz informiert dazu regelmäßig auf ihrer offiziellen Seite polizei.rlp.de.
Fastnacht Rheinland-Pfalz Sicherheit: Gefahr durch K.O.-Tropfen
Ein besonderes Augenmerk legen die Behörden auf das Thema K.O.-Tropfen. Täter mischen die farb- und geruchlosen Substanzen unbemerkt in Getränke. Bereits nach zehn bis zwanzig Minuten treten Symptome wie Schwindel, Übelkeit oder plötzliche Müdigkeit auf. Kriminelle nutzen diesen Zustand gezielt für Raub oder sexualisierte Gewalt.
So schĂĽtzt Du Dich beim Feiern
- Feiere möglichst in Gruppen und achte auf Deine Freunde.
- Lass Getränke niemals unbeaufsichtigt stehen.
- Nimm keine offenen Getränke von Unbekannten an.
- Bestelle Getränke nur direkt beim Personal.
- Nutze fĂĽr den Heimweg Bus, Bahn oder Taxi.
Fühlst Du Dich plötzlich unwohl, wende Dich sofort an Freunde oder das Personal. Bei einem konkreten Verdacht solltest Du schnellstmöglich ärztliche Hilfe aufsuchen, da K.O.-Tropfen nur kurze Zeit nachweisbar sind. Jede Anzeige hilft, weitere Taten zu verhindern. Mehr Hintergründe findest Du auch beim Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz.
Vertrauliche Hilfe nach Gewalt
Das Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration bietet mit dem Programm „Vertrauliche Hilfe nach Gewalt“ eine kostenlose medizinische Versorgung für Betroffene an. Die Behandlung erfolgt auf Wunsch anonym und ohne Verpflichtung zur Anzeige. Auch eine gerichtsfeste Spurensicherung bleibt möglich. Details stellt das Ministerium unter mffki.rlp.de bereit.
Die Fastnacht Rheinland-Pfalz Sicherheit lebt von Respekt, Rücksicht und Verantwortung. Wer aufmerksam feiert, schützt nicht nur sich selbst, sondern auch andere – damit die fünfte Jahreszeit für alle ein positives Erlebnis bleibt.
