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FBI fahndet nach Bernhard Eugen Fritsch – 150.000 Dollar Belohnung

4. September 2026 3 Minuten gelesen
FBI-Fahndung nach Bernhard Eugen Fritsch

FBI SUCHT DEUTSCHEN IM RAUM MÜNCHEN

München. Die FBI-Fahndung nach Bernhard Eugen Fritsch richtet sich inzwischen auch an die Öffentlichkeit in Deutschland. Die US-Bundespolizei vermutet den 65 Jahre alten Deutschen in München oder der näheren Umgebung. Für Hinweise, die zu seiner Festnahme und Verurteilung führen, bietet das FBI eine Belohnung von bis zu 150.000 US-Dollar.

Das FBI führt Fritsch in der Kategorie „Most Wanted Fraudsters“, also unter den meistgesuchten mutmaßlichen beziehungsweise verurteilten Betrügern. Er gehört damit nicht zur gesonderten Liste der „Ten Most Wanted Fugitives“. Weitere öffentliche Fahndungen finden Leser in unserem Fahndungsbereich.

Fritsch wegen Millionenbetrugs verurteilt

Nach Angaben des FBI sammelte Bernhard Eugen Fritsch zwischen Januar 2014 und August 2017 rund 35 Millionen Dollar für sein Technologieunternehmen StarClub Inc. ein. Die Firma sollte eine Software und eine App entwickeln, mit denen Prominente und Influencer ihre Markenwerbung monetarisieren konnten.

Fritsch soll Investoren gegenüber behauptet haben, StarClub verfüge über Vereinbarungen mit großen internationalen Medien- und Unterhaltungskonzernen. Außerdem stellte er laut FBI die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens falsch dar, um weitere Investitionen einzuwerben.

Mindestens 7,3 Millionen Dollar aus Investorengeldern verwendete Fritsch laut den US-Ermittlern für persönliche Ausgaben. Dazu zählten Hypothekenzahlungen, Wohnkosten und Luxusfahrzeuge. Eine Jury in Kalifornien sprach ihn im April 2025 wegen Überweisungsbetrugs schuldig. Das US-Justizministerium hatte nach dem Prozess über den Schuldspruch berichtet.

Flucht führte über Mexiko nach Deutschland

Vor einer Anhörung im Juni 2025 verließ Fritsch die Vereinigten Staaten und floh nach Los Mochis im mexikanischen Bundesstaat Sinaloa. Ein US-Bundesgericht erließ daraufhin am 3. Juni 2025 einen Haftbefehl.

Mexikanische Behörden nahmen Fritsch im September 2025 mit falschen Ausweispapieren fest. Nach seiner Freilassung aus der Einwanderungshaft sollte er sich alle zwei Wochen bei einem Einwanderungsgericht melden. Nach Angaben des FBI hielt er sich nicht an diese Auflage und reiste am 6. Oktober 2025 nach München.

Ein Gericht verurteilte ihn am 20. Oktober 2025 in Abwesenheit zu 15 Jahren Haft und einer Geldstrafe von 35.000 Dollar. Zusätzlich muss er 26.806.901 Dollar zurückzahlen. Aktuelle Nachrichten aus der bayerischen Landeshauptstadt stehen in unserer Rubrik München bereit.

FBI-Fahndung nach Bernhard Eugen Fritsch: Diese Namen nutzt der Gesuchte

Bei der FBI-Fahndung nach Bernhard Eugen Fritsch nennen die Ermittler mehrere Schreibweisen und Aliasnamen. Dazu gehören Bernhard Fritsch, Bernhard E. Fritsch, Barnhard Eugen Fritsch und Charles Wiest. Laut Fahndungsaufruf hat er grau-braune Haare, braune Augen und spricht Deutsch sowie Englisch.

Seine Lebensgefährtin Lucinda Jane Weist Manera bekannte sich nach Angaben des US-Justizministeriums schuldig, Fritsch bei seiner Flucht unterstützt zu haben. Ihr drohen bis zu fünf Jahre Haft.

Hinweise direkt an das FBI

Wer Hinweise zum Aufenthaltsort des Gesuchten geben kann, soll sich an die zuständigen Behörden wenden. Das FBI nimmt Informationen telefonisch unter 1-800-CALL-FBI sowie über sein Online-Hinweisportal entgegen. Hinweise können außerdem an eine US-Botschaft oder ein US-Konsulat übermittelt werden.

Die FBI-Fahndung nach Bernhard Eugen Fritsch läuft weiterhin. Das FBI geht aktuell davon aus, dass er sich in München oder im Münchner Umland aufhalten könnte. Internationale Meldungen finden Leser auch in unserer Rubrik Weltweit.

Wichtige Polizeimeldungen aus der ganzen Welt findest Du hier.

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