SEK nimmt Verdächtige nach tödlicher Messerattacke fest
Flucht durch drei Bundesländer endet in Rheinland-Pfalz
Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei hat eine 36-jährige Frau nach einer großangelegten Fahndung festgenommen.
Sie soll am Dienstag in Rehlingen-Siersburg im Saarland eine 30-Jährige mit über 80 Messerstichen getötet haben. Der Fund der Leiche nahe einer Kläranlage löste sofort umfangreiche Ermittlungen aus. Die Behörden sprechen inzwischen von einer nahezu aufgeklärten Tat.
Die Verdächtige floh nach ersten Erkenntnissen in einem blauen Audi A6 mit Waiblinger Kennzeichen. Ihre Route führte von Rheinland-Pfalz über Hessen und zurück nach Rheinland-Pfalz. Dort lokalisierten Einsatzkräfte sie im Landkreis Mainz-Bingen. Das SEK griff schließlich zu, nachdem sich die Frau offenbar in einem Swingerclub versteckt hatte. Anschließend brachten Beamte sie nach Saarlouis, wo sie dem Haftrichter vorgeführt wurde.
Opfer und Tatverdächtige kannten sich
Die Ermittlungen ergaben bereits Hinweise darauf, dass sich die beiden Frauen kannten. Beide lebten zuletzt im Landkreis Karlsruhe. Oberstaatsanwalt Thorsten Schadt bestätigte, dass die Spurensicherung am Tatort früh konkrete Hinweise auf die mutmaßliche Täterin geliefert hatte. Die Ermittler führten zahlreiche Untersuchungen durch, die letztlich zur Identifizierung und Festnahme der Frau beitrugen.
Nach bisherigen Erkenntnissen attackierte die Beschuldigte ihr Opfer am Dienstagmorgen mit massiver Gewalt. Die Hintergründe der Tat bleiben weiterhin unklar. Die Polizei untersucht persönliche Verbindungen sowie mögliche Konflikte zwischen beiden Frauen. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.
Polizei sucht dringend Zeugen
Die Polizei bittet weiterhin um Hinweise, die zur Aufklärung der Tat beitragen können. Gesucht werden Personen, die zwischen Montagabend und Dienstagmorgen im Bereich Rehlingen-Siersburg oder auf dem Autobahnrastplatz Niedmündung an der A8 unterwegs waren. Besonders wichtig sind Beobachtungen zu dem blauen Audi A6 der Verdächtigen.
Zeugen können sich unter 0681/962-2133 beim Kriminaldauerdienst in Saarbrücken oder bei jeder anderen Polizeidienststelle melden. Weitere aktuelle Meldungen aus dem Bereich finden Interessierte im Nachrichtenbereich von blaulichtmyk.de sowie in der Rubrik Deutschland. Offizielle Informationen stellt zudem die Polizei bereit.
