Bochum – Gleich drei größere Einsätze innerhalb von gut einer Stunde haben die Feuerwehr Bochum am Mittwochmittag (28. Oktober 2026) stark gefordert. Während in Wattenscheid vier Menschen durch Kohlenstoffmonoxid verletzt wurden, rückten weitere Einsatzkräfte zu einer Rauchentwicklung in Hofstede und einem Brand in einer Förderschule in Hiltrop aus.
Die Feuerwehr Bochum im Großeinsatz: Zwischen 11:42 Uhr und 12:55 Uhr gingen drei unterschiedliche Alarmierungen ein. Gleichzeitig musste der Rettungsdienst zahlreiche weitere Notfälle bewältigen. Deshalb standen die Einsatzkräfte vor erheblichen organisatorischen Herausforderungen.
Wattenscheid: Vier Verletzte durch gefährliches Kohlenstoffmonoxid
Den ersten größeren Einsatz meldete die Leitstelle um 11:42 Uhr. In einem Wohngebäude an der Bochumer Straße in Wattenscheid trat aus bislang ungeklärter Ursache Kohlenstoffmonoxid aus einer Dachgeschosswohnung aus.
Die Feuerwehr stellte bei ihren Messungen eine sehr hohe und gesundheitsgefährdende Konzentration des geruchlosen Gases fest. Insgesamt erlitten vier Menschen Verletzungen. Eine Person verletzte sich schwer, während drei weitere Personen, darunter Jugendliche, leichte Verletzungen davontrugen.
Rettungskräfte versorgten alle vier Betroffenen und brachten sie anschließend in Krankenhäuser. Die schwerverletzte Person kam in eine Klinik nach Gelsenkirchen, die eine Behandlung in einer Druckkammer ermöglichen konnte.
Feuerwehr kontrolliert das gesamte Wohngebäude
Währenddessen untersuchten Feuerwehrleute unter Atemschutz die betroffene Wohnung sowie weitere Bereiche des Gebäudes. Auch angrenzende Wohnungen kontrollierten die Einsatzkräfte sorgfältig.
Außerhalb der betroffenen Wohnung stellten sie keine erhöhten Kohlenstoffmonoxidwerte fest. In Abstimmung mit den Stadtwerken und dem Bezirksschornsteinfeger nahmen die Verantwortlichen die Heizungsanlage der Wohnung vorsorglich außer Betrieb.
Gegen 13:15 Uhr beendete die Feuerwehr den Einsatz.
Hofstede: Rauch aus Wohnung löst weiteren Einsatz aus
Noch während des Einsatzes in Wattenscheid erreichte die Feuerwehr um 12:33 Uhr die nächste Alarmierung. Anwohner hatten Rauch aus einer Wohnung im ersten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses an der Ernestinenstraße in Hofstede bemerkt.
Als die Feuerwehr eintraf, nahmen die Einsatzkräfte Brandgeruch wahr. Außerdem hatte ein Rauchmelder ausgelöst.
Da niemand die Wohnung öffnete, verschafften sich Feuerwehrleute über eine Drehleiter Zugang. Dort entdeckten sie die Ursache: Essen stand auf einem eingeschalteten Herd und verursachte die Rauchentwicklung.
Anschließend entfernten die Einsatzkräfte den Rauch mithilfe eines Überdrucklüfters. Niemand erlitt Verletzungen. Gegen 13:30 Uhr endete dieser Einsatz.
Brand in Förderschule: Neun Kinder und sieben Erwachsene in Sicherheit
Um 12:55 Uhr folgte bereits der dritte größere Alarm. Die automatische Brandmeldeanlage einer Förderschule an der Eifelstraße in Bochum-Hiltrop hatte ausgelöst.
Kurz darauf informierte die Hausmeisterin die Leitstelle telefonisch über einen Brand in einem Abstellraum. Besonders kritisch: Im Rahmen der Ferienbetreuung hielten sich noch Kinder im Schulgebäude auf.
Daraufhin erhöhte der Einsatzleitdienst die Alarmstufe auf „Feuer mit Menschenleben in Gefahr“ und alarmierte zusätzliche Kräfte.
Schulpersonal räumt Gebäude rechtzeitig
Als die Feuerwehr eintraf, hatte das Schulpersonal das Gebäude bereits vollständig geräumt. Dadurch befanden sich keine Menschen mehr im Gefahrenbereich.
Zwei Trupps unter Atemschutz bekämpften den Brand in einem Abstellraum im ersten Obergeschoss mit einem C-Rohr. Gleichzeitig kontrollierten weitere Kräfte das Schulgebäude und entfernten den Rauch.
Alle neun betreuten Kinder und sieben Erwachsenen blieben unverletzt. Der Rettungsdienst betreute sie vorsorglich.
Allerdings breitete sich der Rauch erheblich aus. Deshalb kann die Schule das gesamte erste Obergeschoss derzeit nicht nutzen.
Nach Abschluss der Löscharbeiten übergab die Feuerwehr den Einsatzort an die Polizei. Diese übernimmt die weiteren Ermittlungen zur Brandursache. Gegen 14:30 Uhr endete der Einsatz.
Feuerwehr Bochum im Großeinsatz: Alle vier Feuerwachen gefordert
Die drei nahezu zeitgleichen Einsätze verlangten der Feuerwehr Bochum eine umfangreiche Koordination ab. Alle vier Feuer- und Rettungswachen der Berufsfeuerwehr waren beteiligt.
Zusätzlich unterstützten die Löscheinheiten Nord, Altenbochum, SE-IuK, Bochum-Mitte und Wattenscheid-Mitte der Freiwilligen Feuerwehr die Maßnahmen.
Auch der Rettungsdienst verzeichnete zwischen 12:30 Uhr und 13:45 Uhr eine besonders hohe Auslastung. Neben den größeren Einsatzlagen mussten die Kräfte weitere medizinische Notfälle versorgen.
Trotz dieser angespannten Situation konnte die Leitstelle sämtliche Notrufe bearbeiten. Die Einsatzkräfte stellten alle notwendigen Hilfeleistungen sicher.
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Bei der Erstellung dieses Beitrags wurden KI-Werkzeuge unterstützend eingesetzt. Inhaltliche Prüfung und redaktionelle Verantwortung liegen bei „Blaulicht Report“.
