Eine 58-jährige Frau wollte am Freitagmorgen in Hamburg-Harburg zur Arbeit gehen. Doch auf dem Weg dorthin griff sie ein Mann plötzlich an. Er soll die Frau geschlagen, getreten und bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt haben. Die Polizei ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts.
Frau in Hamburg-Harburg angegriffen und bewusstlos gewürgt
Die Tat ereignete sich am Freitagmorgen (16. Oktober 2026) im Bereich der Julius-Ludowieg-Straße in Hamburg-Harburg.
Nach bisherigen Erkenntnissen verließ die 58-Jährige ihr Wohnhaus, um zur Arbeit zu gehen. Kurz darauf bemerkte sie einen Mann, der ihr folgte.
Plötzlich attackierte der Mann die Frau. Er schlug und trat auf sie ein. Außerdem würgte er sie so lange, bis sie das Bewusstsein verlor.
Als die 58-Jährige wieder zu sich kam, war der Angreifer bereits geflüchtet.
Verletzte Frau sucht selbst Polizeiwache auf
Nach dem Angriff begab sich die verletzte Frau selbst zum Polizeikommissariat 46. Dort erstattete sie Anzeige und schilderte den Vorfall.
Eine Rettungswagenbesatzung brachte die 58-Jährige anschließend in ein Krankenhaus.
Polizei trifft auf 21-jährigen Afghanen in Tatortnähe
Während die Polizei den Sachverhalt aufnahm, meldeten Passanten einen auffälligen Mann in der Nähe des Tatortes.
Der Mann befand sich nach Angaben der Polizei offensichtlich in einem psychischen Ausnahmezustand.
Die Einsatzkräfte trafen auf einen 21-jährigen Afghanen und nahmen ihn in Gewahrsam. Rettungskräfte brachten ihn unter Polizeibegleitung in die psychiatrische Abteilung eines Krankenhauses.
Im Verlauf der Ermittlungen identifizierte die Kriminalpolizei den 21-Jährigen als Tatverdächtigen. Er lebt im selben Mehrfamilienhaus wie die angegriffene Frau.
Bereits vor der Attacke hatte der Mann einen Polizeieinsatz ausgelöst
Wie die Polizei Hamburg mitteilte, hatte der Tatverdächtige bereits kurz vor dem Angriff in seinem Wohnhaus randaliert.
Deshalb rückten Polizeikräfte zu dem Mehrfamilienhaus aus. Dabei fiel der 21-Jährige durch sein Verhalten auf.
Die Einsatzkräfte stellten zu diesem Zeitpunkt jedoch keine Eigen- oder Fremdgefährdung fest. Daher blieb der Mann zunächst in seiner Wohnung.
Mordkommission ermittelt wegen versuchten Tötungsdelikts
Nach dem Angriff übernahm zunächst der Kriminaldauerdienst (LKA 26) die Ermittlungen am Tatort.
Aufgrund der potenziell lebensgefährlichen Gewalteinwirkung besteht der Verdacht eines versuchten Tötungsdelikts.
Deshalb führt jetzt die Mordkommission (LKA 41) gemeinsam mit der Abteilung für Kapitaldelikte der Staatsanwaltschaft die weiteren Ermittlungen.
Der 21-jährige Tatverdächtige soll dem Untersuchungsgefängnis zugeführt werden. Dort entscheidet ein Haftrichter über den Erlass eines Unterbringungsbefehls.
Polizei Hamburg sucht Zeugen der Gewalttat
Die Polizei bittet Menschen um Hinweise, die am Freitagmorgen im Bereich der Julius-Ludowieg-Straße verdächtige Beobachtungen gemacht haben.
Zeuginnen und Zeugen erreichen das Hinweistelefon der Polizei Hamburg unter 040/4286-56789. Alternativ können sie sich an jede Polizeidienststelle wenden.
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Weitere Informationen zur Polizeiarbeit bietet die Polizei Hamburg.
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