Fünf Tote nach Schüssen in Jugendhilfeeinrichtung in Stade – Polizei nimmt zwei Tatverdächtige fest!
Nach Schüssen in einer Jugendhilfeeinrichtung in der niedersächsischen Stadt Stade sind fünf Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei wurden zudem mehrere Menschen teilweise schwer verletzt. Die Ermittler nahmen zwei Tatverdächtige fest, darunter auch den mutmaßlichen Schützen. Für die Bevölkerung besteht nach Polizeiangaben keine Gefahr mehr.
Fünf Erwachsene tödlich verletzt
Die Schüsse fielen in einer Jugendhilfeeinrichtung in der Stader Innenstadt. In der Einrichtung sind unter anderem Mutter-Kind-Wohngruppen untergebracht. Nach bisherigen Erkenntnissen kamen vier Frauen und ein Mann ums Leben. Weitere Angaben zur Identität der Opfer oder zu möglichen Beziehungen zwischen den Opfern und den Tatverdächtigen machte die Polizei zunächst nicht.
Zeugen berichten von Fluchtversuch
Nach Berichten von Zeugen sollen eine Frau und ein junger Mann versucht haben, mit einem Auto zu flüchten. Demnach habe die Polizei das Fahrzeug zum Anhalten aufgefordert. Als dieses weitergefahren sein soll, hätten mehrere Beamte Schüsse auf das Fahrzeug abgegeben.
Ein Zeuge berichtete zudem, eine verletzte Person sei auf einer Trage aus dem Gebäude gebracht und vor Ort reanimiert worden. Eine offizielle Bestätigung zum genauen Ablauf dieses Einsatzes lag zunächst nicht vor.
Motiv weiterhin ungeklärt
Die Hintergründe der Tat sind weiterhin Gegenstand der Ermittlungen. Ein Polizeisprecher erklärte am Tatort, dass das Motiv bislang nicht gesichert sei.
Nach Informationen des Spiegel gehen die Ermittler derzeit von einer Beziehungstat aus. Dem Bericht zufolge gebe es persönliche Bezüge zur Jugendhilfeeinrichtung. Hinweise auf einen politischen Hintergrund liegen nach bisherigem Ermittlungsstand demnach nicht vor. Eine offizielle Bestätigung dieser Einschätzung durch die Polizei gab es zunächst nicht.
Großeinsatz von Polizei und Rettungskräften
Polizei und Rettungsdienst waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Nach Angaben der Behörden unterstützte eine dreistellige Zahl an Einsatzkräften die Maßnahmen vor Ort. Kriminaltechniker sicherten Spuren am Tatort, während der Bereich weiträumig abgesperrt wurde. Die Polizei forderte Anwohner auf, den Einsatzort zu meiden.
Keine Gefahr für Kita und Grundschule
Nach Angaben der Stadt Stade bestand für eine nahegelegene Kindertagesstätte und eine Grundschule keine Gefahr. Die Kita-Kinder befanden sich zum Zeitpunkt der Schüsse im Gebäude. Eltern konnten ihre Schulkinder später abholen.
Stades Stadtrat Carsten Brokelmann bedankte sich bei den eingesetzten Polizeikräften und zeigte sich erschüttert über die Tat. Sein Mitgefühl gelte den Opfern sowie deren Angehörigen.
Ermittlungen dauern an
Die Polizei und die Staatsanwaltschaft setzen ihre Ermittlungen fort. Weitere Erkenntnisse zu den Hintergründen der Tat sowie zu den Tatverdächtigen liegen derzeit nicht vor.
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