Feuerwehr sichert ausgetretenes organisches Peroxid
Ein Gefahrstoffeinsatz in Gladbeck hat am Montagvormittag zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehr beschäftigt. Um 08:10 Uhr alarmierte die Leitstelle die Feuerwehr zu einem Gewerbebetrieb an der Straße Am Wiesenbusch. Die erste Meldung lautete „ausgetretenes Peroxid“.
Beschädigtes Gebinde in Lagerregal entdeckt
Bei der Erkundung stellten die Einsatzkräfte fest, dass aus einem Gebinde auf einer Palette innerhalb eines Lagerregals ein Gefahrstoff ausgetreten war. Bei der Substanz handelte es sich um ein organisches Peroxid, das in der Industrie als Biozid eingesetzt wird. Bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr hatte der Stoff mit Metallteilen des Lagerregals reagiert.
Da sich die betroffene Palette in schwer zugänglicher Höhe befand, entnahmen die Einsatzkräfte diese mithilfe eines Flurförderfahrzeugs vollständig aus dem Regal. Anschließend setzten sie die Palette in einer Auffangwanne ab, um die Gefahr sicher beherrschen zu können.
20-Liter-Gebinde gesichert
Nach der Kontrolle sämtlicher Behälter identifizierten die Einsatzkräfte ein beschädigtes 20-Liter-Gebinde als Ursache des Austritts. Sie sicherten den Behälter in einer geeigneten Umverpackung. Die bereits ausgelaufene Stoffmenge nahmen sie mit speziellem Bindemittel auf und entsorgten diese fachgerecht.
Einsatz unter Chemikalienschutzanzügen
Da das organische Peroxid als brennbar und stark ätzend eingestuft wird, führten die Feuerwehrkräfte sämtliche Arbeiten unter Chemikalienschutzanzügen durch. Parallel richteten sie umfangreiche Brandschutzmaßnahmen ein. Nach Abschluss der Arbeiten dekontaminierten sie alle eingesetzten Kräfte an einem eigens eingerichteten Dekontaminationsplatz.
Rund 20 Einsatzkräfte fast vier Stunden im Einsatz
Am Gefahrstoffeinsatz in Gladbeck beteiligten sich der Löschzug der hauptamtlichen Feuer- und Rettungswache sowie die ABC-Einheit der Feuerwehr Gladbeck. Während des Einsatzes stellten die ehrenamtlichen Einheiten Mitte und Brauck den Grundschutz für das Stadtgebiet sicher.
Der Einsatz dauerte nahezu vier Stunden. Insgesamt waren rund 20 Einsatzkräfte vor Ort im Einsatz.
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Informationen zum Umgang mit Gefahrstoffen und zum vorbeugenden Brandschutz bietet außerdem der Feuerwehr Gladbeck sowie das Bundesamt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).
