SEK und Polizei im Großeinsatz
UPDATE, 11. Juli 2026, 9.45 Uhr:
Polizei beendet Geiselnahme in Berliner Supermarkt
Die Geiselnahme in dem Rewe-Supermarkt in Berlin-Marienfelde ist beendet. Spezialkräfte der Polizei überwältigten den mutmaßlichen Täter am Samstagmorgen und befreiten die festgehaltene Frau. Damit endete der dramatische Einsatz nach mehr als elf Stunden.
Nach bisherigen Informationen erfolgte der Zugriff gegen 9.20 Uhr. Das Spezialeinsatzkommando drang in den Supermarkt an der Hildburghauser Straße ein und nahm den Mann fest. Medienberichten zufolge setzten die Beamten dabei einen Taser ein. Die Polizei bestätigte zunächst lediglich, dass sie den Täter überwältigt und die Geisel befreit habe.
Die Frau konnte aus dem Gebäude gebracht und anschließend medizinisch versorgt werden. Nach Angaben der Polizei erlitten sowohl die Geisel als auch der festgenommene Mann Verletzungen. Wie schwer diese sind, war zunächst nicht bekannt. Frühere Meldungen, wonach die Frau unverletzt geblieben sei, wurden damit vorerst nicht abschließend bestätigt.
Geiselnehmer soll Kassiererin mit Messer bedroht haben
Der Mann hatte die Frau am Freitagabend kurz vor Ladenschluss in seine Gewalt gebracht. Nach Angaben eines Mitarbeiters soll er an einer Kasse plötzlich ein Messer gezogen haben. Der Mitarbeiter konnte aus dem Geschäft fliehen, während seine Kollegin mit dem Mann im Markt zurückblieb.
Daraufhin umstellten zahlreiche Einsatzkräfte das Gebäude. Neben dem SEK waren unter anderem eine Hundestaffel, Rettungskräfte sowie eine speziell geschulte Verhandlungsgruppe im Einsatz. Die Polizei stand während der Nacht mit dem Geiselnehmer in Kontakt und versuchte zunächst, eine friedliche Aufgabe zu erreichen.
Am Samstagvormittag entschied die Einsatzleitung schließlich, die Geiselnahme durch einen Zugriff zu beenden. Zu den Hintergründen der Tat und einem möglichen Motiv liegen bislang keine gesicherten Angaben vor. Nach aktuellen Medieninformationen sollen sich der mutmaßliche Täter und die Frau vor der Tat nicht gekannt haben.
Die Ermittlungen zum genauen Ablauf und zu den Hintergründen dauern an. Weitere bestätigte Informationen werden ergänzt, sobald sie vorliegen.
Berlin-Marienfelde. In einem Supermarkt im Süden Berlins läuft seit dem späten Freitagabend eine Geiselnahme. Nach Angaben der Polizei brachte ein Mann eine Frau in seine Gewalt und bedrohte sie. Zahlreiche Einsatzkräfte sowie das Spezialeinsatzkommando rückten daraufhin zur Hildburghauser Straße aus. Außerdem stehen Rettungswagen, Feuerwehrkräfte und ein Notarzt in der Nähe des Gebäudes bereit.
Der Vorfall begann am Freitag, 10. Juli 2026, kurz nach 22 Uhr. Seitdem hält sich der mutmaßliche Geiselnehmer gemeinsam mit der Frau in dem Supermarkt auf. Die Polizei sperrte den Bereich rund um das Geschäft weiträumig ab. Gleichzeitig nahmen speziell geschulte Einsatzkräfte Kontakt zu dem Mann auf.
Geiselnahme in Berliner Supermarkt dauert seit Stunden an
Auch am frühen Samstagmorgen dauerte der Einsatz weiterhin an. Ein Polizeisprecher erklärte gegen 5.30 Uhr, dass sich der Mann und die Frau noch immer in dem Markt befinden. Deshalb arbeiten die Einsatzkräfte mit großer Vorsicht. Ihr wichtigstes Ziel besteht darin, die Frau unverletzt aus der Gewalt des Mannes zu befreien und die Situation möglichst friedlich zu beenden.
Vor dem Gebäude positionierten sich unter anderem schwer bewaffnete Kräfte des Spezialeinsatzkommandos. Darüber hinaus befinden sich zahlreiche Streifenwagen, Rettungsfahrzeuge und Feuerwehrfahrzeuge an der Einsatzstelle. Am frühen Morgen stellten Beamte außerdem eine Leiter an das Gebäude, um sich einen besseren Überblick über die Situation im Inneren zu verschaffen.
Nach bisherigen Informationen geht die Polizei davon aus, dass sich außer dem mutmaßlichen Täter und der Frau keine weiteren Personen im Supermarkt befinden. Hinter der Absperrung warteten jedoch mehrere Mitarbeiter des Geschäfts, die sich offenbar zu Beginn des Vorfalls in dem Gebäude aufgehalten hatten.
Polizei steht mit mutmaßlichem Geiselnehmer in Kontakt
Die Einsatzkräfte halten nach offiziellen Angaben weiterhin Kontakt zu dem Mann. Einzelheiten zu den Gesprächen nennt die Polizei allerdings nicht. Einerseits könnte die Veröffentlichung solcher Informationen die laufenden Verhandlungen gefährden. Andererseits möchten die Verantwortlichen verhindern, dass unbestätigte Angaben die Situation zusätzlich verschärfen.
Bislang ist weder bekannt, warum der Mann die Frau in seine Gewalt brachte, noch ob er konkrete Forderungen stellte. Außerdem liegen keine gesicherten Angaben zur Identität der beiden Beteiligten vor. Auch zum Gesundheitszustand der Frau machte die Polizei zunächst keine Angaben.
Berichte über eine mögliche Waffe nicht bestätigt
Nach Medienberichten soll ein Verantwortlicher des Supermarktes möglicherweise eine Waffe gesehen haben. Die Polizei bestätigte diese Darstellung jedoch ausdrücklich nicht. Ein Sprecher bezeichnete entsprechende Angaben als Gerüchte, die man während des laufenden Einsatzes nicht kommentieren werde.
Deshalb bleibt derzeit offen, ob der Mann tatsächlich eine Schusswaffe, ein Messer oder einen anderen gefährlichen Gegenstand bei sich trägt. Die schwer bewaffneten Spezialkräfte bereiten sich grundsätzlich auf unterschiedliche Szenarien vor. Daraus lässt sich jedoch keine gesicherte Aussage über eine mögliche Bewaffnung ableiten.
Großräumige Absperrungen in Berlin-Marienfelde
Der betroffene Supermarkt befindet sich an der Hildburghauser Straße nahe dem Tirschenreuther Ring im Berliner Ortsteil Marienfelde. Die Polizei sperrte die Straße und den direkten Bereich rund um das Geschäft großräumig ab. Dadurch sollen sowohl die Einsatzkräfte geschützt als auch mögliche Störungen der Verhandlungen verhindert werden.
Nach Angaben der Polizei besteht für Anwohner außerhalb des abgesperrten Bereichs derzeit keine unmittelbare Gefahr. Dennoch sollten Menschen die Einsatzstelle meiden und den Anweisungen der Einsatzkräfte folgen. Zudem sollten keine Bilder oder Informationen über Positionen der Spezialkräfte in sozialen Netzwerken veröffentlicht werden, solange der Einsatz läuft.
Wann die Geiselnahme beendet werden kann, ist derzeit nicht absehbar. Die Polizei hält sich aus einsatztaktischen Gründen mit weiteren Einzelheiten zurück. Sobald gesicherte Informationen zum Ausgang des Einsatzes vorliegen, wollen die Behörden über die weitere Entwicklung informieren.
Weitere aktuelle Meldungen aus Berlin und ganz Deutschland finden Sie regelmäßig bei Blaulicht Report. Offizielle Informationen veröffentlicht außerdem die Polizei Berlin.
Hinweis: Dieser Bericht gibt den bestätigten Informationsstand vom Samstag, 11. Juli 2026, gegen 6.35 Uhr wieder. Da der Polizeieinsatz noch läuft, können sich einzelne Angaben kurzfristig ändern.
Weitere Polizeimeldungen aus Deutschland und der ganzen Welt finden Sie auf Police Report Worldwide.
