Mehr als 100 Liter Diesel laufen aus Fahrgastschiff aus
In der Nacht zum Donnerstag ist es auf der Mosel zu einer erheblichen Gewässerverunreinigung gekommen. Gegen 02:00 Uhr trat in der Schleuse Dezem bei Moselkilometer 166 aufgrund eines technischen Defekts an einem Fahrgastkabinenschiff Dieselkraftstoff aus. Nach ersten Erkenntnissen der Wasserschutzpolizei führte ein Defekt am Kraftstofftagestank dazu, dass dieser überlief und mehr als 100 Liter Diesel in die Schleusenkammer gelangten.
Der ausgelaufene Kraftstoff verteilte sich anschließend aufgrund der Strömungsverhältnisse über eine Strecke von rund 500 Metern und erstreckte sich dabei über die gesamte Breite der Mosel. Die Behörden stuften den Vorfall als erhebliche Gewässerverunreinigung ein und leiteten umgehend die erforderlichen Maßnahmen ein.
Technischer Defekt legt Fahrgastschiff still
Nach derzeitigem Stand befindet sich das betroffene Fahrgastkabinenschiff weiterhin an der Schleuse. An Bord halten sich insgesamt 124 Passagiere auf. Die Wasserschutzpolizei sprach gegen das Schiff zunächst ein Weiterfahrverbot aus. Erst wenn die Ursache des technischen Defekts vollständig geklärt und behoben wurde, darf die Fahrt fortgesetzt werden.
Die Ermittler untersuchen derzeit, weshalb der Kraftstofftagestank überlief. Außerdem wird geprüft, ob weitere technische Mängel vorliegen oder zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen erforderlich sind.
Umweltschutzmaßnahmen derzeit nicht möglich
Besonders problematisch gestaltet sich die Bekämpfung der Verunreinigung. Nach Angaben der Einsatzkräfte lassen die aktuellen Strömungsverhältnisse weder das Ausbringen von Ölsperren noch das Abschlängeln oder Absaugen des Dieselkraftstoffes zu. Dadurch verteilt sich der Kraftstoff weiter auf der Wasseroberfläche.
Die zuständigen Behörden beobachten die Lage deshalb fortlaufend und prüfen regelmäßig, ob sich die Bedingungen verändern. Sobald geeignete Maßnahmen möglich sind, sollen diese umgehend umgesetzt werden.
Ermittlungen dauern an
Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen zur genauen Ursache des technischen Defekts aufgenommen. Darüber hinaus wird untersucht, welche Auswirkungen die Verunreinigung auf die Umwelt hat und ob weitere Maßnahmen erforderlich werden. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand.
Die zuständigen Behörden werden den Vorfall weiterhin überwachen. Sollte sich die Lage verändern oder neue Erkenntnisse vorliegen, werden entsprechende Informationen veröffentlicht.
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