Gleitschirmflieger abgestürzt !
Ein Gleitschirmflieger in Breitscheid ist am Samstagnachmittag, 19. September 2026, schwer verunglückt. Der Pilot geriet nach Angaben der Polizei unmittelbar nach dem Start im Ortsteil Hochscheid in Turbulenzen. Anschließend versuchte er offenbar, wieder zum Startpunkt zurückzufliegen. Doch kurz über der Baumgrenze verlor der Gleitschirm an Höhe. Der Mann stürzte schließlich etwa sechs Meter zu Boden und zog sich schwere Verletzungen zu.
Der Unfall ereignete sich gegen 15:45 Uhr. Rettungskräfte versorgten den verletzten Piloten zunächst vor Ort. Anschließend brachte ein Rettungshubschrauber den Mann zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus nach Köln. Nach Angaben der Polizei waren seine Verletzungen zwar schwer, allerdings bestand keine Lebensgefahr.
Gleitschirmflieger Breitscheid gerät nach dem Start in Turbulenzen
Nach bisherigen Erkenntnissen begann der Flug zunächst nur wenige Augenblicke vor dem Unfall. Zeugenaussagen zufolge geriet der Gleitschirmflieger Breitscheid unmittelbar nach dem Start in turbulente Luftverhältnisse. Deshalb versuchte der Pilot offenbar, seinen Flug abzubrechen und zum Ausgangspunkt zurückzukehren.
Während dieses Manövers flog er zunächst knapp über die Baumgrenze. Kurz darauf fehlte dem Gleitschirm jedoch offenbar der notwendige Auftrieb. Die Polizei beschreibt in ihrer ersten Meldung, dass die Thermik abgerissen sei. Daraufhin verlor der Pilot schnell an Höhe und stürzte ungefähr sechs Meter tief auf den Boden.
Welche meteorologischen Bedingungen genau zum Zeitpunkt des Unfalls herrschten und welche Rolle sie tatsächlich spielten, ist bislang nicht abschließend geklärt. Der Deutsche Hängegleiterverband (DHV) weist grundsätzlich darauf hin, dass neben der fliegerischen Ausbildung insbesondere die richtige Einschätzung des Flugwetters eine wichtige Rolle beim sicheren Gleitschirmfliegen spielt.
Schwere Verletzungen nach sechs Meter tiefem Sturz
Durch den Aufprall erlitt der Pilot schwere Verletzungen. Dennoch bestand nach dem bisherigen Stand keine Lebensgefahr. Die Einsatzkräfte übernahmen unmittelbar nach dem Unfall die medizinische Erstversorgung.
Aufgrund der Verletzungen forderten die Rettungskräfte einen Hubschrauber an. Dieser brachte den Mann anschließend in eine Klinik nach Köln. Rettungshubschrauber kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn schwer verletzte Patienten schnell eine geeignete Klinik erreichen müssen. Weitere Informationen zur Luftrettung stellt unter anderem die DRF Luftrettung bereit.
Auch bei anderen schweren Unfällen in der Region kommen regelmäßig Rettungshubschrauber zum Einsatz. So wurde beispielsweise nach einem schweren Motorradunfall auf der B258 bei Virneburg ein schwer verletzter Motorradfahrer mit einem Hubschrauber in eine Klinik gebracht.
Thermik und Wind spielen beim Gleitschirmfliegen eine wichtige Rolle
Beim Gleitschirmfliegen beeinflussen Wind, Thermik und lokale Luftströmungen den Flug unmittelbar. Gerade in der Nähe von Hängen, Wäldern oder anderen Geländeformen können sich die Bedingungen innerhalb kurzer Zeit verändern. Der Deutsche Wetterdienst stellt deshalb spezielle Flugwetterinformationen für die Luftfahrt zur Verfügung.
Ob solche Faktoren beim Unfall des Gleitschirmfliegers in Breitscheid ausschlaggebend waren, lässt sich derzeit jedoch nicht sicher sagen. Die bisherigen Angaben beruhen auf Zeugenaussagen und den ersten Erkenntnissen nach dem Absturz.
Weitere schwere Unfälle mit Rettungshubschraubern
Schwere Verletzungen machen gerade in ländlichen Regionen häufig einen schnellen Transport in spezialisierte Krankenhäuser erforderlich. Erst im Mai wurden beispielsweise bei einem Quad-Unfall in Sankt Johann zwei Menschen schwer verletzt. Auch dort kamen Rettungshubschrauber zum Einsatz.
Ebenfalls im Mai musste ein 14-Jähriger nach einem schweren E-Scooter-Unfall auf der L265 mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen werden.
Bei einem weiteren schweren Verkehrsunfall bei Niederzissen waren sogar zwei Rettungshubschrauber im Einsatz. Zudem musste nach einem schweren Verkehrsunfall auf der L117 bei Ochtendung ebenfalls ein Rettungshubschrauber angefordert werden.
Ermittlungen zum Absturz dauern an
Warum der Gleitschirmflieger Breitscheid letztlich den notwendigen Auftrieb verlor, muss nun weiter geklärt werden. Nach dem bisherigen Ermittlungsstand spricht vieles dafür, dass sich die Flugsituation unmittelbar nach dem Start schnell verändert hatte.
Der Pilot hatte offenbar noch versucht, zum Startplatz zurückzukehren. Dieses Manöver gelang jedoch nicht mehr. Nachdem er die Baumgrenze passiert hatte, stürzte er aus rund sechs Metern Höhe zu Boden.
Weitere Angaben zum Alter des Piloten oder zu seinem aktuellen Gesundheitszustand veröffentlichte die Polizei zunächst nicht. Bekannt ist lediglich, dass er schwer, jedoch nicht lebensgefährlich verletzt wurde und zur Behandlung nach Köln kam.
