Für zwei Fernbusreisende endete die Fahrt nach Deutschland hinter Gittern. Die Bundespolizei kontrollierte die Männer unabhängig voneinander am Grenzübergang Hörbranz an der BAB 96. Bei einem 23-Jährigen stießen die Beamten auf ein mutmaßlich erschlichenes Visum. Gegen einen 35-Jährigen lag dagegen ein Vollstreckungshaftbefehl vor.
Die erste Kontrolle fand am Dienstagabend, 29. September, statt. Eine Streife der Bundespolizei überprüfte die Fahrgäste eines Fernreisebusses auf der Strecke von Mailand nach München.
Bundespolizei kontrolliert 23-Jährigen im Fernbus
Unter den Reisenden befand sich ein 23 Jahre alter indischer Staatsangehöriger. Er zeigte den Beamten seinen Reisepass mit einem griechischen Visum für einen touristischen Kurzaufenthalt. Laut Einreisestempel war der Mann erst einen Tag zuvor mit dem Flugzeug in Italien angekommen.
Bei den Fragen zu seinen Reiseplänen machte der 23-Jährige laut Bundespolizei widersprüchliche Angaben. Zunächst erklärte er, dass er das Oktoberfest in München besuchen wolle. Danach gab er unter anderem an, seinen Flug von Italien nach Griechenland verpasst zu haben.
Schließlich räumte der Mann laut Bundespolizei ein, dass er dauerhaft in Deutschland bleiben wolle. Zudem soll er bei der Beantragung seines Visums bewusst falsche Angaben gemacht haben.
Vierjähriges Einreise- und Aufenthaltsverbot
Die Bundespolizei zeigte den 23-Jährigen wegen versuchter unerlaubter Einreise und Visaerschleichung an. Die Beamten annullierten außerdem sein Visum und verhängten ein vierjähriges Einreise- und Aufenthaltsverbot für Deutschland.
Darüber hinaus musste der Mann eine Sicherheitsleistung von 1.100 Euro für die Kosten seiner Rückführung hinterlegen. Am Mittwochnachmittag führten ihn die Beamten beim Amtsgericht Kempten vor. Anschließend brachten sie ihn in die Abschiebehafteinrichtung Eichstätt. Von dort soll er in sein Heimatland zurückgewiesen werden.
Weitere aktuelle Meldungen aus Deutschland gibt es im News-Bereich von Blaulicht Report.
Zweite Fernbus-Kontrolle endet ebenfalls mit Haft
Nur wenige Stunden später kontrollierten Bundespolizisten in der Nacht auf Mittwoch einen weiteren Fernbus. Dieser war auf der Strecke von Mailand nach Bialystok unterwegs.
Ein 35 Jahre alter ukrainischer Staatsangehöriger zeigte seinen Reisepass und einen deutschen Aufenthaltstitel vor. Bei der Überprüfung stellten die Beamten jedoch fest, dass die zuständige Ausländerbehörde die Aufenthaltserlaubnis bereits im März 2025 für ungültig erklärt hatte.
Offener Vollstreckungshaftbefehl entdeckt
Damit war die Kontrolle für den 35-Jährigen noch nicht beendet. Die Fahndungsüberprüfung ergab zusätzlich einen Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft München I. Hintergrund war eine Verurteilung wegen Trunkenheit im Verkehr.
Die Bundespolizei zeigte den Mann wegen versuchter unerlaubter Einreise an und stellte seinen Reisepass sicher. Außerdem standen noch Justizschulden von mehr als 4.000 Euro aus.
Da der 35-Jährige den Betrag nicht bezahlen konnte, musste er eine Ersatzfreiheitsstrafe antreten. Die Beamten brachten ihn noch am Mittwochnachmittag in die Justizvollzugsanstalt Kempten.
Damit endeten innerhalb weniger Stunden zwei unabhängige Kontrollen der Bundespolizei am Fernbus bei Hörbranz für die betroffenen Reisenden in Haft.
Wichtige Polizeimeldungen aus der ganzen Welt findest Du hier: Police Report Worldwide.
Bei der Erstellung dieses Beitrags wurden KI-Werkzeuge unterstützend eingesetzt. Inhaltliche Prüfung und redaktionelle Verantwortung liegen bei „Blaulicht Report“.
