Verdächtiger Tiertransport bei Bärnau: Bundespolizei greift ein
Bei einer Grenzkontrolle nahe Bärnau haben Beamte der Bundespolizeiinspektion Waidhaus am Donnerstagabend, dem 8. Januar, einen verdächtigen Tiertransport gestoppt. Die Einsatzkräfte kontrollierten ein Fahrzeug, das zahlreiche Hunde und Katzen geladen hatte. Dabei stellten sie erhebliche Unstimmigkeiten bei den mitgeführten Tierdokumenten fest. Die Behörden prüfen nun mögliche Verstöße gegen das Tierseuchen- und Tierschutzrecht.
Hunde und Katzen in Transportboxen entdeckt
Die Bundespolizisten kontrollierten den Pkw im Rahmen der grenzpolizeilichen Überwachung. In dem Fahrzeug saßen zwei ukrainische Staatsangehörige im Alter von 28 und 34 Jahren. Zusätzlich transportierten die Frauen mehrere Tiere auf der Ladefläche. Die Beamten fanden in Transportboxen insgesamt fünf Katzen und zwölf Hunde vor.
Für einen Teil der Tiere legten die Frauen ukrainische Heimtierausweise vor. Für mehrere Hunde und Katzen fehlten jedoch sämtliche vorgeschriebenen Dokumente. Damit erfüllte der Transport offenbar nicht die gesetzlichen Vorgaben für die Einfuhr von Tieren nach Deutschland.
Blanko-Ausweise und Impfmaterial geben Rätsel auf
Bei der weiteren Durchsuchung des Fahrzeugs entdeckten die Beamten im Fahrgastraum mehrere vorausgefüllte sowie leere Heimtierausweise. Zudem fanden sie Labortestunterlagen, leere Impfdosen und Spritzen. Diese Funde verstärkten den Verdacht, dass die Dokumente möglicherweise nicht ordnungsgemäß ausgestellt wurden oder einzelnen Tieren nicht eindeutig zugeordnet werden können.
Die Bundespolizei prüft nun, ob die vorgelegten Unterlagen echt sind und ob sie den transportierten Tieren zweifelsfrei zugeordnet werden können. In diesem Zusammenhang leitete die Behörde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Tierschutz- und Tiergesundheitsrecht ein.
Veterinäramt eingeschaltet – Tiere unter Beobachtung
Die Einsatzkräfte informierten umgehend das zuständige Veterinäramt des Landkreises Tirschenreuth. Ein Amtstierarzt begutachtete die Hunde und Katzen noch vor Ort und überprüfte ihren gesundheitlichen Zustand. Die weiteren Ermittlungen sollen nun klären, aus welchem Grund die Tiere nach Deutschland gebracht werden sollten.
Sollten sich die Verdachtsmomente bestätigen und für einzelne Tiere keine gültigen Papiere existieren oder gefälschte Dokumente vorliegen, übergeben die Behörden die Hunde und Katzen in die Obhut eines Tierheims.
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