Symbolfoto - "Bundespolizei"
Bei Grenzkontrollen bei Lindau hat die Bundespolizei am Mittwoch, 7. Oktober 2026, zwölf unerlaubte Einreiseversuche festgestellt. Zehn Menschen reisten in zwei Fernbussen zum Grenzübergang Hörbranz an der A96. Außerdem kontrollierten die Beamten einen Autofahrer und einen Zugreisenden am Bahnhof Lindau-Reutin.
Die Bundespolizei verweigerte allen zwölf Personen die Einreise. Elf Menschen wies sie nach Österreich zurück. Für einen 49-Jährigen kündigte sie eine Rückweisung per Flug in sein Heimatland an.
Familie reist ohne notwendige Aufenthaltstitel
In der Nacht kontrollierten die Beamten eine afghanische Familie in einem Fernbus von Mailand nach Bialystok. Der Vater ist 40 Jahre alt, seine Frau 35. Ihre drei Kinder sind sechs, acht und elf Jahre alt.
Alle fünf hatten Reisepässe dabei. Allerdings fehlten ihnen die notwendigen Aufenthaltstitel. Nach ersten Ermittlungen hatten bislang Unbekannte die Familie nach Italien geschleust. Zudem fanden die Beamten beim Vater einen gefälschten afghanischen Ausweis.
Die Bundespolizisten erstatteten Anzeige. Nach der Hinterlegung einer Sicherheitsleistung von 900 Euro wiesen sie die Familie am späten Nachmittag nach Österreich zurück.
Bundespolizei kündigt Rückweisung nach Sri Lanka an
Im selben Bus saß ein 49-jähriger Staatsangehöriger Sri Lankas. Er zeigte seinen Reisepass und einen rumänischen Aufenthaltstitel vor. Die Prüfung ergab jedoch: Die rumänischen Behörden hatten die Aufenthaltserlaubnis im April 2026 für ungültig erklärt und zur Fahndung ausgeschrieben.
Nach Angaben der Bundespolizei soll der Mann am Donnerstagnachmittag, 8. Oktober, vom Flughafen München nach Sri Lanka fliegen. Damit plant die Behörde seine direkte Rückweisung in das Heimatland.
Weitere Grenzkontrollen bei Lindau: Vier Männer im zweiten Bus
Am frühen Morgen überprüften die Beamten einen Fernbus von Rom nach Frankfurt am Main. Darin reisten drei kosovarische Staatsangehörige unabhängig voneinander.
Abgelaufene Aufenthaltstitel und Angaben zum Reisegrund
Ein 37-Jähriger besaß einen italienischen Aufenthaltstitel, dessen Gültigkeit im Januar 2026 endete. Ein 30-Jähriger legte einen deutschen Aufenthaltstitel vor. Dieser hatte bereits im April 2025 seine Gültigkeit verloren.
Der dritte Mann, ebenfalls 37 Jahre alt, gab einen geplanten Aufenthalt von nur zwei Tagen an. Er hatte fünf Euro Bargeld und Arbeitskleidung im Koffer dabei. Die Beamten zeigten die drei Männer an und wiesen sie zurück.
Auch ein 49-jähriger Iraker reiste in diesem Bus. Er verfügte über italienische Flüchtlingsdokumente. Nach Ermittlungen der Bundespolizei strebte der bereits polizeibekannte Mann jedoch einen dauerhaften Aufenthalt in Deutschland an. Nach der strafrechtlichen Sachbearbeitung wiesen ihn die Beamten nach Österreich zurück.
Einreiseverweigerungen im Auto und am Bahnhof
Später kontrollierten die Bundespolizisten einen 25-jährigen kirgisischen Autofahrer. Sein italienischer Aufenthaltstitel hatte seit mehr als sieben Monaten keine Gültigkeit mehr. Auch er musste nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen nach Österreich zurückkehren.
Am Vormittag trafen die Beamten am Bahnhof Lindau-Reutin einen 34-jährigen Iraner an. Er reiste mit einem Zug von Schruns nach Lindau. Gültige Einreisepapiere hatte er nicht dabei. Er zeigte lediglich eine österreichische Gesundheitskarte vor. Die Bundespolizisten erstatteten Anzeige und wiesen ihn ebenfalls nach Österreich zurück.
Damit erfasste die Bundespolizei bei den Grenzkontrollen bei Lindau zehn Personen in Fernbussen sowie jeweils einen Reisenden im Auto und im Zug.
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Symbolfoto – “Bundespolizei”
