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Großbrand in Herdecke: 170 Einsatzkräfte kämpfen über 21 Stunden

15. September 2026 4 Minuten gelesen
Großbrand in Herdecke

Großbrand in Recyclingbetrieb im Gewerbegebiet Loerfeld

Ein Großbrand in Herdecke hat rund 170 Einsatzkräfte über viele Stunden gefordert. Das Feuer brach in einem Recyclingbetrieb im Gewerbegebiet Loerfeld an der Nierfeldstraße aus. Rund 900 Quadratmeter einer Halle waren von dem Brand betroffen. Die Feuerwehr beendete den Einsatz nach mehr als 21 Stunden um 21:45 Uhr.

Eine Feuerwehrkameradin benötigte während des Einsatzes eine ambulante Behandlung durch den Rettungsdienst. Sie konnte anschließend nicht weiter am Einsatz teilnehmen. Weitere Personen kamen nach Angaben der Feuerwehr nicht zu Schaden.

Recyclinghalle brannte in voller Ausdehnung

Die Feuerwehr Herdecke erhielt um 0:28 Uhr zunächst eine Meldung über eine Geruchsbelästigung im Gewerbegebiet. Die ersten Einsatzkräfte entdeckten bei ihrer Erkundung jedoch einen Brand in einem abfallverwertenden Betrieb. Daraufhin löste die Feuerwehr Stadtalarm aus.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand das in einer Halle gelagerte Material bereits in voller Ausdehnung in Flammen. Während der Löscharbeiten drohte zweimal eine Rauchgasdurchzündung. Feuerwehrleute bekämpften den Brand mit mehreren Strahlrohren, Wasserwerfern und einer Drehleiter. Die eingesetzten Trupps arbeiteten unter schwerem Atemschutz.

Zusätzlich aktivierten die Einsatzkräfte frühzeitig den Rauch- und Wärmeabzug der Halle. Zwei Hochleistungslüfter sowie eine Drohne mit Wärmebildkamera halfen dabei, Rauch abzuführen und versteckte Brandstellen aufzuspüren.

Brandgut musste mit Baggern aus der Halle gebracht werden

Der Großbrand in Herdecke stellte die Feuerwehr vor eine zeitaufwendige Aufgabe. Bagger und Radlader legten das Brandgut frei und transportierten es kontrolliert aus der Halle. Im Außenbereich löschten Einsatzkräfte das Material anschließend gezielt mit Wasser und Schaum als Netzmittel ab.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des betroffenen Unternehmens unterstützten die Maßnahmen. Das Unternehmen stellte nach dem Ende des Feuerwehreinsatzes vorsorglich eine Brandwache für die Nacht.

Rund 170 Kräfte gleichzeitig im Einsatz

In der Spitze arbeiteten rund 170 Einsatzkräfte gleichzeitig an der Brandstelle. Neben sieben Feuerwehren aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis beteiligten sich auch Kräfte aus Hagen und Dortmund. Das Technische Hilfswerk, die Johanniter-Unfall-Hilfe, die Polizei, das Ordnungsamt, die Technischen Betriebe Herdecke und mehrere Kreiskomponenten unterstützten ebenfalls.

Die Feuerwehren Sprockhövel und Witten sicherten zwischenzeitlich den Grundschutz für das Herdecker Stadtgebiet. Die Einsatzleitung arbeitete wegen der langen Einsatzdauer im Schichtbetrieb.

Messungen ergaben keine auffälligen Schadstoffbelastungen

Die starke Rauchentwicklung führte in der Nacht zu einer Warnung über NINA und Katwarn. Die Behörden forderten Menschen in mehreren Stadtteilen und Gewerbegebieten dazu auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Außerdem sollten sie Lüftungs- und Klimaanlagen abschalten.

Messfahrzeuge des Ennepe-Ruhr-Kreises, der Feuerwehr Hagen und des Landesamtes für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen kontrollierten die Umgebungsluft an verschiedenen Stellen. Die Messungen ergaben nach Angaben der Feuerwehr keine auffälligen Schadstoffbelastungen.

Zwei Kindertagesstätten konnten wegen der Einsatzlage nicht öffnen. Verantwortliche überprüften außerdem die Grundschule Schraberg. Nach dieser Kontrolle konnte der Unterricht im Gebäude stattfinden.

Einsturzgefahr an Teilen der beschädigten Halle

Der Brand beschädigte die etwa 900 Quadratmeter große Halle besonders im Dachbereich erheblich. In einigen Bereichen bestand Einsturzgefahr. Die Einsatzleitung ließ den Gefahrenbereich deshalb weiträumig absperren. Am Abend sperrten die Verantwortlichen vorsorglich auch die Loerfeldstraße, weil Teile der Dachkonstruktion auf die Straße fallen konnten.

Ein Baufachberater des THW unterstützte die Feuerwehr bei der Einschätzung der Gebäudestatik. Das THW leuchtete die Einsatzstelle während der Nacht zudem großflächig aus.

Polizei ermittelt zur Brandursache

Die Polizei hat die Ermittlungen zur Ursache des Großbrands in Herdecke aufgenommen. Die Feuerwehr machte weder Angaben zur Brandursache noch zur Höhe des entstandenen Sachschadens.

Die Freiwillige Feuerwehr Herdecke dankte allen beteiligten Einsatzkräften, Hilfsorganisationen, Behörden sowie den Beschäftigten des Unternehmens für die Zusammenarbeit.

Wichtige Polizeimeldungen aus der ganzen Welt findest Du hier.

Erstellt mit Hilfe von KI

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