Großkontrolle auf der B9 bei Andernach: Polizei zieht Bilanz
Am Abend des 15. April 2026 führte die Polizeiinspektion Andernach gemeinsam mit der Straßenmeisterei Neuwied, dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) Cochem sowie der THW-Ortsgruppe Andernach eine umfangreiche Verkehrskontrolle durch. Die Maßnahme fand auf dem Parkplatz Nette entlang der B9 in Fahrtrichtung Bonn statt und dauerte von 18:00 Uhr bis 00:30 Uhr.
Fokus auf Verkehrstüchtigkeit und Sicherheit
Im Mittelpunkt der Kontrolle stand die Überprüfung der Verkehrstüchtigkeit der Fahrzeugführer. Die Einsatzkräfte achteten besonders auf möglichen Alkohol- und Drogeneinfluss. Insgesamt kontrollierten die Beamten 192 Fahrzeuge und überprüften dabei 237 Personen.
Ein positives Ergebnis: Kein einziger Fahrer stand unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen. Damit zeigte sich die Polizei mit Blick auf die Verkehrssicherheit zufrieden.
Zahlreiche Verstöße und ein Strafverfahren
Trotz der erfreulichen Ergebnisse im Bereich Alkohol und Drogen stellten die Einsatzkräfte insgesamt 39 Ordnungswidrigkeiten fest. In drei Fällen erlosch die Betriebserlaubnis der Fahrzeuge aufgrund technischer Veränderungen oder Mängel.
Darüber hinaus trafen die Beamten auf einen Fahrzeugführer ohne gültige Fahrerlaubnis. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren eingeleitet.
Haftbefehl vollstreckt – Festnahme vor Ort
Besonders brisant: Unter den kontrollierten Personen befand sich eine Person, gegen die ein Haftbefehl vorlag. Die Polizei vollstreckte diesen noch vor Ort und nahm die Person fest.
Aufklärung und Bürgergespräche
Neben den Kontrollen nutzten die Einsatzkräfte die Gelegenheit für zahlreiche Gespräche mit Verkehrsteilnehmenden. Dabei erklärten sie Gefahren im Straßenverkehr und gaben konkrete Verhaltensempfehlungen zur Unfallvermeidung.
Die Resonanz aus der Bevölkerung fiel trotz zeitweiser Verkehrsbehinderungen durchweg positiv aus.
Weitere Kontrollen angekündigt
Polizeioberrat Martin Hoch, Leiter der Polizei Andernach, kündigte an, dass auch künftig unangekündigte Kontrollen durchgeführt werden. Hintergrund ist der landesweite Anstieg von Verkehrsunfällen mit Personenschäden im Jahr 2025, bei denen Alkohol und Drogen weiterhin eine Rolle spielen.
Die Polizei will daher weiterhin konsequent gegen Verkehrsverstöße vorgehen und die Sicherheit auf den Straßen erhöhen.
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