Großrazzia in Berlin und Brandenburg: Rund 80 Einsatzkräfte haben am Mittwoch, 14. Oktober 2026, insgesamt 16 Objekte durchsucht. Die Ermittler nahmen vier Verdächtige fest, sperrten 189 Bankkonten und stellten erhebliche Vermögenswerte sicher. Darunter befinden sich ein Lamborghini, Goldbarren, Luxusuhren und ein wertvoller Diamant.
Großrazzia in Berlin: Polizei durchsucht 16 Objekte
Die Staatsanwaltschaft Berlin und das Landeskriminalamt Berlin ermitteln gegen eine mutmaßliche kriminelle Vereinigung. Im Mittelpunkt stehen der Verdacht der Geldwäsche sowie Verstöße gegen das Gesetz über die Beaufsichtigung von Zahlungsdiensten.
Die Ermittler vollstreckten vier Haftbefehle und mehrere Durchsuchungsbeschlüsse. Dabei kontrollierten sie Wohn- und Geschäftsanschriften in Tempelhof-Schöneberg, Charlottenburg-Wilmersdorf und Steglitz-Zehlendorf. Weitere Maßnahmen fanden in Brandenburg statt.
Rund 80 Einsatzkräfte verschiedener Polizeidienststellen und der Steuerfahndung beteiligten sich an der Aktion. Auch Vertreter der Staatsanwaltschaft begleiteten die Durchsuchungen.
189 Bankkonten gesperrt – zwei Millionen Euro gesichert
Nach bisherigen Erkenntnissen sollen die vier Beschuldigten seit 2024 ein weitverzweigtes Netzwerk aus Firmen und Bankkonten betrieben haben.
Dafür nutzten sie laut Ermittlern insbesondere portugiesische Strohpersonen und falsche Personalien. Auf diese Weise sollen sie zahlreiche Unternehmen gegründet oder übernommen haben.
Anschließend sollen erhebliche Geldbeträge über verschiedene Konten geflossen sein. Mehrstufige Überweisungen sollten offenbar verschleiern, wer tatsächlich hinter den Zahlungen stand.
Während der Großrazzia in Berlin sperrten die Behörden insgesamt 189 Bankkonten. Dadurch sicherten sie rund zwei Millionen Euro.
Lamborghini, Goldbarren und Diamant sichergestellt
Bei den Durchsuchungen entdeckten die Einsatzkräfte zahlreiche Wertgegenstände und umfangreiche Beweismittel.
Diese Gegenstände fanden die Ermittler
- Mehr als 330.000 Euro Bargeld
- Goldbarren im Wert von rund 639.000 Euro
- Einen Diamanten mit sechs Karat und einem geschätzten Wert von bis zu 110.000 Euro
- Mehrere hochwertige Luxusuhren und Goldschmuck
- Einen Lamborghini
- Zahlreiche Bankkarten und Ausweisdokumente
- Portugiesische Reisepässe sowie teilweise gefälschte Pässe und Identitätskarten
- Mobiltelefone, Computer und Geschäftsunterlagen
- Eine scharfe Schusswaffe samt Munition
Die Ermittler wollen nun insbesondere die sichergestellten Unterlagen und elektronischen Geräte auswerten. Sie erhoffen sich dadurch weitere Erkenntnisse über die mutmaßlichen Geldtransaktionen.
Vier Beschuldigte sitzen in Untersuchungshaft
Die Polizei nahm zwei 31-jährige Männer, einen 43-jährigen Mann und eine 32-jährige Frau fest.
Noch am Mittwoch führte sie alle vier Beschuldigten einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Tiergarten vor. Der Richter verkündete die Haftbefehle und setzte sie in Vollzug.
Damit befinden sich die vier Tatverdächtigen in Untersuchungshaft. Für alle Beschuldigten gilt weiterhin die Unschuldsvermutung.
Ermittlungen gegen mutmaßliches Geldwäsche-Netzwerk dauern an
Nach der Großrazzia in Berlin prüfen die Ermittler weitere mögliche Verbindungen zwischen den beteiligten Unternehmen und Bankkonten.
Außerdem untersuchen sie, ob weitere Personen an dem mutmaßlichen Netzwerk beteiligt waren. Die Auswertung der umfangreichen Beweismittel dauert an.
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