Großrazzia gegen illegale Prostitution in NRW
Mit einer groß angelegten Aktion ist die Bundespolizei am heutigen Tag gegen ein mutmaßliches Netzwerk im Bereich der illegalen Prostitution vorgegangen. Insgesamt 120 Einsatzkräfte sowie ein Bargeldspürhund durchsuchten sieben Objekte in Nordrhein-Westfalen. Die Maßnahmen standen im Zusammenhang mit der Bekämpfung von illegaler Prostitution und unerlaubtem Aufenthalt.
Durchsuchungen in mehreren Städten
Die Einsatzkräfte durchsuchten Objekte in Düsseldorf, Langenfeld, Viersen, Oberhausen, Hattingen sowie zwei Standorte in Essen. Im Zuge der Razzia konnten zwei Haftbefehle vollstreckt werden. Die festgenommenen Beschuldigten wurden noch am selben Tag einem Haftrichter am Amtsgericht Düsseldorf vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete.
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Ermittlungen wegen Einschleusens von Ausländern
Die Ermittlungen laufen bereits seit Juli 2025 und werden durch die Inspektion Kriminalitätsbekämpfung der Bundespolizei am Frankfurter Flughafen geführt. Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf wirft den Beschuldigten gewerbsmäßiges Einschleusen von Ausländern vor.
Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um vier chinesische Staatsangehörige im Alter zwischen 42 und 59 Jahren. Drei Frauen und ein Mann sollen zahlreichen Personen ohne gültigen Aufenthaltstitel die Ausübung der Prostitution ermöglicht haben. Dazu stellten sie laut Ermittlungen Räume bereit und schalteten gezielt Anzeigen auf entsprechenden Online-Plattformen.
Beweismittel und Bargeld sichergestellt
Während der Durchsuchungen sicherten die Ermittler Vermögenswerte in Höhe von rund 13.000 Euro. Zudem stellten sie zahlreiche Beweismittel sicher, darunter Mobiltelefone, Tablets sowie weitere Speichermedien. Diese sollen nun ausgewertet werden und weitere Erkenntnisse liefern.
Weitere Informationen zur Arbeit der Behörden findest Du beispielsweise bei der Bundespolizei oder der Zollverwaltung.
Drei Frauen ohne Aufenthaltstitel aufgegriffen
Im Rahmen der Maßnahmen trafen die Einsatzkräfte außerdem drei chinesische Frauen ohne gültigen Aufenthaltstitel an. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen übergaben die Beamten diese an die zuständige Landespolizei Nordrhein-Westfalen.
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Ermittlungen dauern an
Die Ermittlungen dauern weiterhin an. Insbesondere die Auswertung der sichergestellten Datenträger steht noch aus und könnte weitere Details zu dem mutmaßlichen Netzwerk ans Licht bringen.
Hinweis: Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gelten alle Beschuldigten als unschuldig.
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