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Hacker manipulieren Kühlanlagen in europäischen Supermärkten

3. November 2026 3 Minuten gelesen
Hackerangriff auf Supermärkte
Von Redaktion Blaulicht Report

Ein Hackerangriff auf Supermärkte sorgt in mehreren europäischen Ländern für erhebliche Schäden. Unbekannte manipulierten die Steuerung von Kühlanlagen und ließen die Temperaturen teilweise drastisch steigen. Dadurch mussten betroffene Märkte große Mengen an Lebensmitteln entsorgen. Auch ein Edeka-Supermarkt im niederbayerischen Reisbach meldete einen solchen Vorfall.

Hackerangriff auf Supermärkte trifft zahlreiche Filialen

Nach Informationen des niederländischen Rundfunksenders NOS bestätigte die belgische Supermarktkette Delhaize entsprechende Angriffe auf Dutzende Filialen in Flandern und der Wallonie. Auch Carrefour Belgien meldete mindestens 15 betroffene Standorte.

Darüber hinaus berichteten Supermarktketten aus Schweden über ähnliche Probleme. Nach Angaben der Kette Ica trafen die Manipulationen mindestens sechs Filialen. Eine Filiale im Süden des Landes meldete eine gezielte Erhöhung der Kühltemperatur auf 50 Grad.

Auch Coop berichtete gegenüber der Nachrichtenagentur TT von sechs betroffenen Märkten in Mittelschweden. Weitere Meldungen über Störungen kamen aus Finnland, Luxemburg, Estland und Irland.

Edeka in Reisbach muss große Mengen Lebensmittel entsorgen

Der Hackerangriff auf Supermärkte hat auch Deutschland erreicht. Ein Edeka-Markt im niederbayerischen Reisbach berichtete auf Facebook über die Folgen der manipulierten Kühltechnik.

Durch den Vorfall mussten die Verantwortlichen große Mengen an Kühlware entsorgen. Der Betreiber kritisierte insbesondere die dadurch entstandene Lebensmittelverschwendung.

Allerdings konnten Helfer von Foodsharing kurzfristig einen Teil der Lebensmittel retten. Den Großteil der betroffenen Kühlware musste der Supermarkt dennoch wegwerfen.

Nach Angaben des Betreibers sollen die Regale am Dienstag wieder frische Ware enthalten.

Kühlregale erreichen laut Berichten bis zu 70 Grad

Besonders auffällig waren die ungewöhnlich hohen Temperaturen. Am Montag gegen 4 Uhr morgens erhielten zahlreiche Filialleiter automatische SMS-Warnmeldungen ihrer Kühlsysteme.

Belgische Medien berichteten, dass die Temperaturen in einzelnen Kühlregalen auf bis zu 70 Grad stiegen. Bei einer belgischen Metzgerei sollen die Angreifer gezielt die Abtaufunktion der Kühlanlage manipuliert haben.

Die Vorfälle zeigen, welche Folgen ein Eingriff in digitale Steuerungssysteme für den Lebensmittelhandel haben kann. Insbesondere bei leicht verderblicher Ware führen solche Temperaturveränderungen schnell zu erheblichen Verlusten.

Polizei Niederbayern ermittelt nach Cyberangriff

Das Polizeipräsidium Niederbayern hat Ermittlungen zu dem Vorfall aufgenommen. Nach Angaben eines Polizeisprechers wollen sich die Ermittler auch mit den zuständigen Behörden in den anderen betroffenen Ländern abstimmen.

Weitere Einzelheiten zu den Ermittlungen konnte der Sprecher zunächst nicht nennen. Damit bleibt auch offen, wer hinter den Manipulationen steckt und ob die Vorfälle unmittelbar zusammenhängen.

Ähnliche Hackerangriffe bereits in Frankreich

Bereits vor wenigen Wochen gab es in Frankreich vergleichbare Vorfälle. Dort manipulierten Hacker nach Medienberichten die Kühltemperaturen in Hunderten Supermärkten. Auch dort mussten die Betreiber große Mengen an Frisch- und Tiefkühlware vernichten.

Die betroffenen französischen Filialen nutzten Steuerungssysteme des dänischen Herstellers Danfoss. Das Unternehmen erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass viele dieser Anlagen veraltet waren und keine Sicherheitsupdates mehr erhielten.

Ob die aktuellen Angriffe ebenfalls Systeme dieses Herstellers betreffen, ist bislang unklar.

Der Hackerangriff auf Supermärkte beschäftigt damit inzwischen auch deutsche Ermittlungsbehörden. Ob die Vorfälle in den verschiedenen europäischen Ländern auf dieselben Täter zurückgehen, müssen die weiteren Ermittlungen klären.

Wichtige Polizeimeldungen aus der ganzen Welt findest Du hier.

Bei der Erstellung dieses Beitrags wurden KI-Werkzeuge unterstützend eingesetzt. Inhaltliche Prüfung und redaktionelle Verantwortung liegen bei „Blaulicht Report“.

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