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HANAU: Zwei tote Kinder entdeckt worden – Video

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Nach mutmaßlichem Tötungsdelikt: Identität der toten Kinder geklärt / Erste Ergebnisse der Obduktion liegen vor / Fahndung nach Täter läuft weiter – Hanau

(lei) Einen Tag nach dem Tod zweier Kinder im Zusammenhang mit einem mutmaßlichen Familiendrama in der Hanauer Römerstraße (wir berichteten) steht nunmehr die Identität der beiden Verstorbenen fest: Es handelt sich um einen elf Jahre alten Jungen und seine siebenjährige Schwester, die in dem mehrgeschossigen Haus wohnhaft waren.

Den Ergebnissen der noch am Dienstag im gerichtsmedizinischen Institut Frankfurt/Main durchgeführten Obduktionen zufolge verstarb das Mädchen durch eine scharfe Gewalteinwirkung im Halsbereich. Bei dem Jungen konnten multiple innere Verletzungen festgestellt werden, die auf einen Sturz aus großer Höhe schließen lassen. Die Gründe eines solchen Sturzes sind Teil der umfassenden Ermittlungen, die aktuell wegen des Verdachts des Mordes geführt werden.

Im Übrigen dauern die bereits gestern begonnenen, umfangreichen Spurensicherungsmaßnahmen sowie die Fahndung nach einem männlichen Tatverdächtigen an. Insbesondere zu den laufenden Fahndungsmaßnahmen können derzeit jedoch keine weitergehenden personenbezogenen Informationen herausgegeben werden.

Ein wichtiger Baustein zur Aufhellung dieses Falles könnten auch Beobachtungen von Passanten oder Anwohnern sein. Wer im Zusammenhang mit der Tat eine auffällige Person gesehen hat, wird deshalb gebeten, sich mit der Kriminalpolizei Hanau unter der Rufnummer 06181 100-123 in Verbindung zu setzen.

 

Das Mädchen liegt tot auf dem Balkon im neunten Stock, der Junge erliegt später seinen Verletzungen: In der hessischen Stadt Hanau werden zwei Kinder vermutlich Opfer eines Gewaltverbrechens. Die Polizei sieht Hinweise auf einen familiären Hintergrund – und sucht nach einem Verdächtigen.

In der Hanauer Innenstadt sind zwei Kinder vermutlich einem Verbrechen zum Opfer gefallen und gestorben. Nach Angaben einer Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hanau gehen die Ermittler von einem Tötungsdelikt aus. Es gebe Anhaltspunkte für einen familiären Hintergrund der Tat, nähere Angaben dazu machte die Sprecherin nicht. Die Ermittler fahndeten zunächst erfolglos nach einem Verdächtigen. Nähere Angaben zu dem Mann und in welchem Verhältnis er zu den toten Kindern – einem Mädchen und einem Jungen – stehen könnte, wurden zunächst nicht bekannt.

Passanten hatten am Morgen um 7.25 Uhr die Polizei alarmiert, nachdem sie vor einem Hochhaus auf dem Boden den schwer verletzten Jungen entdeckt hatten. Beim Eintreffen der Beamten sei der Junge bereits nicht mehr ansprechbar gewesen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Auf dem Balkon einer Wohnung im neunten Stock fanden die Beamten dann das leblose Mädchen. Der Notarzt habe nur noch den Tod feststellen können. Der Junge wurde ins Hanauer Stadtkrankenhaus gebracht, wo er kurz darauf seinen schweren Verletzungen erlag.

Die beiden Kinder sollten noch im Tagesverlauf obduziert werden, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Nach ersten Hinweisen dürfte es sich um das siebenjährige Mädchen und den elfjährigen Jungen handeln, die in der Wohnung lebten, so die Sprecherin weiter, ihre Identität stand aber noch nicht fest. „Die Ermittler von Staatsanwaltschaft und von Kriminalpolizei gehen von einem Tötungsdelikt aus und konzentrieren sich nun darauf, was sich am Morgen in dem Haus abgespielt hat“, hieß es in der Mitteilung.

Neue Erkenntnisse wohl am Donnerstag

Auch Nachbarn würden umfassend befragt und Spuren gesichert, so die Sprecherin. Mit Blick auf die noch laufenden Ermittlungen könnten weitere Erkenntnisse vermutlich erst an diesem Donnerstag veröffentlicht werden, hieß es.

Polizisten sperrten die Straßen rund um das Haus mit Absperrbändern und Streifenwagen ab. Schaulustige standen umher. Auf dem Balkon im neunten Stock standen Ermittler in weißer Schutzkleidung. Die Polizei ließ eine Drohne über dem Haus fliegen, um damit den Tatort aus möglichst vielen Perspektiven zu fotografieren. Vor dem Haus wurden Büsche entfernt. „Bei einer solchen Tat fahren wir das volle Programm“, sagte ein Polizeisprecher.

Das in die Jahre gekommene Wohnhaus hat insgesamt elf Stockwerke, im Erdgeschoss sind ein Geschäft und ein Café untergebracht. Auch eine Arztpraxis befindet sich in dem Haus, das sich in der belebten Innenstadt und unweit des Marktplatzes der Stadt mit rund 100.000 Einwohnern im Rhein-Main-Gebiet befindet. Anwohner standen auf dem Bürgersteig und blickten hoch zum Balkon, auf dem ein Ermittler in weißem Schutzanzug zu sehen war.

NTV

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