Hochwasser in Koblenz
In Koblenz spitzt sich die Lage rund um das aktuelle Hochwasser weiter zu. Wie die Feuerwehr Koblenz bereits am Vortag angekündigt hatte, führen starke Zuflüsse an Rhein und Mosel zu einem deutlichen Anstieg der Pegelstände im Stadtgebiet. Die aktuellen Prognosen wurden inzwischen leicht nach oben korrigiert. Nach derzeitiger Einschätzung wird der Pegel am Messpunkt Koblenz am Sonntagnachmittag seinen Scheitelpunkt erreichen und dabei bis maximal 5,50 Meter ansteigen.
Damit wächst die Wahrscheinlichkeit, dass einzelne Uferbereiche überspült werden und es zu Einschränkungen für Anwohner, Besucher und Verkehrsteilnehmer kommt. Besonders betroffen sein könnten Teile der Innenstadt sowie Abschnitte entlang der Rheinpromenade.
Peter-Altmeier-Ufer: Überspülung möglich – Sperrungen in der Altstadt denkbar
Die Stadt rechnet damit, dass bei weiter steigenden Wasserständen Teilbereiche des Peter-Altmeier-Ufers überspült werden. In der Folge könnten Straßen- oder Parkplatzsperrungen im Bereich der Altstadt notwendig werden. Die Feuerwehr kündigte an, die Situation engmaschig zu überwachen und bei Bedarf weitere Maßnahmen einzuleiten.
Wer in Koblenz unterwegs ist, sollte deshalb mit kurzfristigen Änderungen rechnen und möglichst frühzeitig alternative Parkmöglichkeiten einplanen. Auch Spaziergänge in unmittelbarer Wassernähe können bei starkem Anstieg gefährlich werden.
Neuendorf: Hochwasserschutzwand wird teilweise aufgebaut
Im Bereich des Rheins ergreift die Stadt Koblenz bereits konkrete Schutzmaßnahmen. Im Stadtteil Neuendorf wird am heutigen Freitag vorsorglich ein Teilbereich der Hochwasserschutzwand aufgebaut. Dabei werden mehrere Durchgänge zum Rhein verschlossen.
Das hat direkte Auswirkungen auf den Fuß- und Radverkehr: Der Bereich Leinpfad / St. Bernhardstraße bis zur Neuendorfer Kirche ist nicht mehr durchgängig befahrbar oder begehbar. Die Stadt bittet darum, Absperrungen konsequent zu beachten und nicht eigenmächtig zu umgehen.
Ehrenbreitstein: Hochwasserschutztore werden geschlossen
Auch im Stadtteil Ehrenbreitstein setzt die Stadt auf vorbeugende Sicherungen. Dort werden am Freitag zur Sicherheit die Hochwasserschutztore in folgenden Bereichen geschlossen:
- Charlottenstraße
- Coenengasse
- Kapuzinerplatz
Diese Maßnahmen sollen verhindern, dass Wasser bei weiter steigenden Pegeln in gefährdete Straßenbereiche eindringt. Gleichzeitig signalisiert die Stadt damit, dass sie sich frühzeitig auf eine mögliche Verschärfung vorbereitet.
Karneval bleibt stabil: Keine Auswirkungen auf Rosenmontagszug erwartet
Viele Menschen fragen sich derzeit, ob das Hochwasser in Koblenz Auswirkungen auf die Karnevalsumzüge haben könnte. Dazu gibt es eine klare Entwarnung: Nach aktuellem Stand hat ein mögliches Hochwasser keine Auswirkungen auf den Koblenzer Rosenmontagszug.
Die Stadt Koblenz und die Arbeitsgemeinschaft Koblenzer Karneval (AKK) stehen in engem Kontakt. Lediglich eine teilweise Anpassung der Aufstellungsfläche könnte im Bedarfsfall erfolgen. Auch der Karnevalszug in Neuendorf, der am Sonntag stattfindet, gilt derzeit als nicht betroffen.
Lay und Güls: Bundesstraßen aktuell voraussichtlich nicht betroffen
Auch in den Mosel-Stadtteilen Lay und Güls bleibt die Situation nach jetzigem Stand beherrschbar. Zurzeit geht die Stadt nicht davon aus, dass es hochwasserbedingte Auswirkungen auf die Bundesstraßen in diesen Bereichen geben wird.
Dennoch kann sich die Lage jederzeit verändern – insbesondere, wenn weitere Niederschläge oder stärkere Zuflüsse hinzukommen. Verkehrsteilnehmer sollten daher aufmerksam bleiben und Hinweise der Behörden ernst nehmen.
Wichtiger Hinweis: Fahrzeuge nicht in Wassernähe abstellen
Die Stadt Koblenz weist darauf hin, dass sich Bürgerinnen und Bürger fortlaufend über die aktuelle Hochwasserlage informieren sollen. Offizielle Informationen stellt das Land Rheinland-Pfalz unter folgendem Portal bereit:
Feuerwehr kontrolliert Pegel engmaschig
Die Feuerwehr Koblenz überwacht die Pegelstände derzeit engmaschig. Weitere Maßnahmen werden bei Bedarf kurzfristig umgesetzt. Bürgerinnen und Bürger sollten offizielle Warnungen verfolgen, Sperrungen respektieren und im Zweifel lieber auf Nummer sicher gehen.
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