Illegaler Welpentransport aus Tschechien bei Schirnding gestoppt
Ein nur vier Wochen alter Hundewelpe wurde Anfang August bei einer Zollkontrolle entdeckt.
Das Tier hatte keinen Tollwutimpfschutz, keinen Chip und keinen EU-Heimtierausweis.
Einsatzkräfte der Kontrolleinheit Verkehrswege Selb fanden den Welpen in einem Reisezug
aus Tschechien.
Der Zug war nahe Schirnding unterwegs. Der Besitzer, ein 28-jähriger Mann aus Rheinland-Pfalz, hatte den Welpen in Cheb gekauft. Der Kaufpreis betrug rund 200 Euro. Das Muttertier war nicht anwesend.
Gesetzliches seit 2014 verboten
Seit dem 30. Dezember 2014 ist die Einfuhr von Hunden ohne gültige Tollwutimpfung
verboten.
Der Welpe war zu jung für diese Impfung. Der Mann zeigte sich uneinsichtig gegenüber den
Hinweisen der Zollbeamten.
Er hatte bereits zuvor vergeblich versucht, in Deutschland einen Welpen zu
kaufen.
Quarantäne im Tierheim
Das Veterinäramt des Landkreises Wunsiedel ordnete Quarantäne im Tierheim an.
Der Welpe bleibt dort mehrere Wochen. Auch notwendige Impfungen werden durchgeführt.
Die Kosten trägt der Besitzer.
Warnung des Zolls
Der Zoll warnt vor dem Kauf von Welpen im Ausland. Oft sind die Tiere viel zu jung von der Mutter getrennt.
Dies kann zu Stress und Entwicklungsstörungen führen.
Zudem besteht die Gefahr, tödliche Krankheiten wie Tollwut
einzuschleppen.
Mögliche Strafen
Der Verstoß gegen tiergesundheitsrechtliche Vorschriften ist eine Ordnungswidrigkeit.
Es drohen Bußgelder bis zu 25.000 Euro.
Bei vorsätzlicher Tierquälerei sind sogar Freiheitsstrafen
möglich.
Hintergrund zur Tollwut
Tollwut ist für Tiere und Menschen tödlich. In Deutschland ist sie nur durch strenge Einfuhr- und Impfregeln nahezu verschwunden. Illegale Tiertransporte gefährden diesen Erfolg.
