Jugendlicher an der Frankfurter Hauptwache ins Gleisbett gestoßen
Am Montagabend (16. Februar 2026) eskalierte ein Streit am S-Bahnsteig der Frankfurter Hauptwache. Gegen 21:20 Uhr geriet ein 18-Jähriger mit einer sechsköpfigen Personengruppe in eine Auseinandersetzung. Im Verlauf des Konflikts stießen Beteiligte den jungen Mann ins Gleisbett. Der Vorfall an der Frankfurter Hauptwache löste einen größeren Polizeieinsatz aus.
Streit eskaliert nach Einfahrt der S-Bahn
Nach bisherigen Erkenntnissen hielt sich der 18-Jährige gemeinsam mit mehreren Bekannten am Bahnsteig auf, als eine S-Bahn einfuhr. Aus dem Zug stieg eine sechsköpfige Gruppe aus. Kurz darauf entwickelten sich verbale Streitigkeiten, deren Auslöser bislang unklar bleibt.
Ein 15-Jähriger bedrohte den 18-Jährigen und schlug ihm mit einem Teleskopschlagstock auf den Arm. Zudem trat ein bislang unbekannter Täter aus der Gruppe dem Geschädigten in den Unterleib. Die Situation spitzte sich weiter zu.
18-Jähriger ins Gleisbett gestoßen
Im weiteren Verlauf kam es zu einem Gerangel. Dabei stieß ein weiterer 15-Jähriger den 18-Jährigen ins Gleisbett. Genau in diesem Moment fuhr eine S-Bahn ein. Der Lokführer reagierte sofort und leitete eine Schnellbremsung ein. Gleichzeitig kletterte der 18-Jährige eigenständig zurück auf den Bahnsteig. Eine Kollision blieb dadurch aus.
Der Vorfall endete dennoch mit schweren Folgen: Der junge Mann erlitt eine Fraktur am rechten Arm. Rettungskräfte behandelten ihn ambulant.
Polizei nimmt Tatverdächtige fest
Die beteiligte Personengruppe flüchtete zunächst vom Tatort. Alarmierte Polizeibeamte lokalisierten jedoch zwei 15-jährige Tatverdächtige im Nahbereich und nahmen sie fest. Die Ermittlungen führt das Polizeipräsidium Frankfurt am Main.
Ein Haftrichter ordnete für beide Jugendlichen Untersuchungshaft an. Die weiteren Tatbeteiligten konnte die Polizei bislang nicht identifizieren. Die Ermittlungen dauern an.
Zeugen gesucht
Die Polizei bittet Zeugen, die die Tat an der Frankfurter Hauptwache beobachtet haben, sich unter der Telefonnummer 069 / 755 – 51199 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.
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Der Fall zeigt, wie schnell verbale Streitigkeiten in gefährliche Situationen umschlagen können. Die Polizei setzt ihre Ermittlungen fort.
