Die Brückensanierung in Hatzenport dauert länger als ursprünglich geplant. Zusätzliche Schäden am Bauwerk erhöhen den Arbeitsaufwand. Der LBM Cochem-Koblenz rechnet aktuell mit einer Fertigstellung im Laufe des Frühjahrs 2027. Bis dahin bleibt der betroffene Abschnitt der L 113 für den Fahrzeugverkehr voll gesperrt.
Die Arbeiten laufen nach Angaben des LBM seit dem 22. September 2025 unter Vollsperrung. Erst während der Sanierung entdeckten die Fachkräfte weitere Schadstellen. Vor Beginn der Arbeiten konnten sie diese Schäden noch nicht erkennen.
Zusätzliche Schäden im Inneren der Bahnbrücke
Ein wesentlicher Teil des zusätzlichen Aufwands betrifft das Innere des Brückenbauwerks. Die Fachkräfte entfernten zunächst die Brückenabdichtung und strahlten anschließend den Überbau. Dabei entdeckten sie auch in den Hohlkästen weitere Schäden.
Diese Bereiche stellen besondere Anforderungen an die Brückensanierung in Hatzenport. Die Hohlkästen bieten wenig Platz und nur eine geringe Arbeitshöhe. Deshalb errichteten die Fachkräfte zunächst spezielle Konstruktionen, die einen sicheren Zugang zu den Schadstellen ermöglichen.
Arbeiten neben den Bahngleisen erfordern Abstimmungen
Die Einstiegsöffnungen zu den Hohlkästen liegen unmittelbar neben den Bahngleisen. Deshalb benötigen die Beteiligten für die Gerüst- und Sicherungsarbeiten entsprechende Abstimmungen und Genehmigungen mit der Deutschen Bahn. Die Sicherheitsanforderungen und die Abstimmungsprozesse beeinflussen ebenfalls den weiteren Bauablauf.
Winterwetter kann einzelne Arbeitstage verhindern
Auch die bevorstehenden Wintermonate spielen bei der weiteren Bauausführung eine Rolle. An freiliegenden Bauteilen können die Fachkräfte nicht bei jeder Witterung arbeiten. Schlechtwettertage können deshalb zusätzliche Unterbrechungen verursachen.
Die aktuelle Prognose für das Frühjahr 2027 berücksichtigt bereits saisonale und witterungsbedingte Einflüsse. Dennoch kann das Wetter an einzelnen Tagen Arbeiten verhindern. Einen konkreten Fertigstellungstag nennt der LBM derzeit nicht.
Ein Gehweg bleibt während der Sanierung nutzbar
Bei der Brückensanierung in Hatzenport berücksichtigt der LBM auch die Erreichbarkeit der Häuser und Einrichtungen vor Ort. Die Fachkräfte sanieren die beiden Kappenbereiche der Brücke nacheinander. Dadurch halten sie während der Arbeiten einen Gehweg offen.
Anwohner und Besucher des Medizinischen Versorgungszentrums können die jeweils andere Brückenseite somit weiterhin zu Fuß erreichen. Fußgänger müssen keinen Umweg über die ausgeschilderte Umleitungsstrecke nehmen.
Umleitung führt weiterhin über Löf
Für den Fahrzeugverkehr bleibt die bestehende Vollsperrung erforderlich. Nur unter diesen Bedingungen können die Fachkräfte die zusätzlichen Arbeiten sicher und fachgerecht ausführen.
Die ausgeschilderte Umleitung führt weiterhin über die B 416 in Richtung Löf. Von dort verläuft sie mit Anbindung an die K 41, K 43 und K 42 in Richtung Münstermaifeld.
Aktuelle Informationen zur Verkehrsführung bietet der Mobilitätsatlas Rheinland-Pfalz. Der LBM Cochem-Koblenz bittet Verkehrsteilnehmer und insbesondere Anwohner um Verständnis. Mit den zusätzlichen Arbeiten will er sämtliche festgestellten Schäden beseitigen und die Sanierung dauerhaft abschließen.
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