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Laborantin (28) stirbt an Pest – rund 200 Kontaktpersonen in Quarantäne

3. Oktober 2026 3 Minuten gelesen
Pest-Todesfall in Russland

Russland: Laborantin (28) stirbt an Pest – rund 200 Kontaktpersonen in Quarantäne

Irkutsk. In Russland ist eine 28 Jahre alte Laborantin an der Pest gestorben. Die junge Frau arbeitete am Anti-Pest-Institut in Irkutsk in Ostsibirien. Nach ihrem Tod reagierten die Behörden mit umfangreichen Schutzmaßnahmen. Deshalb beobachten Ärzte und Behörden derzeit rund 200 Menschen, die möglicherweise Kontakt zu der Frau hatten.

Laborantin arbeitete in einem Institut in Irkutsk

Die 28-Jährige arbeitete nach Medienberichten in einem staatlichen Institut, das sich unter anderem mit der Pest beschäftigt. Lokale Medien berichten außerdem von einem möglichen Unfall im Labor am 25. September. Demnach soll während ihrer Arbeit ein Reagenzglas mit einem Erreger zerbrochen sein.

Allerdings gibt es für diesen genauen Ablauf bislang keine unabhängige Bestätigung. Deshalb bleibt offen, wie sich die Frau tatsächlich angesteckt hat. Der Tod der Laborantin an der Pest sorgte jedoch für umfangreiche Schutzmaßnahmen in der Region.

Gesundheitszustand verschlechterte sich

Nach den bisher bekannten Informationen kam die 28-Jährige am 29. September in ein Krankenhaus in Schelechow südlich von Irkutsk. Dort verschlechterte sich ihr Zustand offenbar schnell. Schließlich starb die junge Frau in der Nacht zum 2. Oktober.

Danach suchten die Behörden nach Menschen, die zuvor Kontakt zu ihr hatten. Insgesamt sollen die Ermittler rund 200 mögliche Kontaktpersonen gefunden haben. Ärzte beobachten diese Menschen nun besonders genau. Einige von ihnen halten sich außerdem vorsorglich in medizinischen Einrichtungen auf.

Bislang gibt es keine Hinweise auf eine größere Zahl weiterer Erkrankungen. Dennoch bleiben die Schutzmaßnahmen wichtig, weil bestimmte Formen der Pest von Mensch zu Mensch übergehen können.

Was ist Lungenpest?

Das Bakterium Yersinia pestis löst die Pest aus. Dabei kann die Krankheit in unterschiedlichen Formen auftreten. Besonders gefährlich ist die Lungenpest, weil sie die Lunge befällt. Außerdem können Erkrankte die Bakterien unter bestimmten Umständen über infektiöse Tröpfchen an andere Menschen weitergeben.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO kann eine unbehandelte Lungenpest sehr schnell lebensgefährlich verlaufen. Allerdings können Ärzte die Krankheit heute mit Antibiotika behandeln. Deshalb spielen eine schnelle Diagnose und ein früher Start der Behandlung eine entscheidende Rolle.

Auch die US-Gesundheitsbehörde CDC empfiehlt bei einem begründeten Verdacht eine schnelle Behandlung mit geeigneten Antibiotika.

Pest gibt es auch heute noch

Viele Menschen verbinden die Pest vor allem mit schweren Seuchen aus vergangenen Jahrhunderten. Dennoch kommt die Krankheit auch heute noch in verschiedenen Teilen der Welt vor. Die WHO registriert weiterhin Fälle und kleinere Ausbrüche.

Der Todesfall in Russland bedeutet nach dem derzeitigen Kenntnisstand jedoch nicht automatisch, dass eine größere Epidemie droht. Stattdessen versuchen die Behörden, mögliche Infektionsketten früh zu erkennen. Deshalb kontrollieren Ärzte die bekannten Kontaktpersonen besonders aufmerksam.

Zudem helfen moderne Medikamente dabei, das Risiko schwerer Verläufe deutlich zu senken, wenn Ärzte die Erkrankung rechtzeitig erkennen und behandeln.

Bei der Erstellung dieses Beitrags kamen KI-Werkzeuge unterstützend zum Einsatz. Die inhaltliche Prüfung und redaktionelle Verantwortung liegen bei Blaulicht Report.

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