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Lebensgefährliche Fahrt auf Güterzug

10. August 2026 3 Minuten gelesen
21-Jähriger auf Güterzug

21-Jähriger sitzt auf Wagenpuffer

Horka – Ein Bürgerhinweis hat am Samstagvormittag einen Einsatz der Bundespolizei ausgelöst. Ein Zeuge meldete eine Person, die sich auf einem fahrenden Güterzug zwischen den Güterwagen befinden sollte. Einsatzkräfte fanden schließlich einen 21-Jährigen auf dem Güterzug.

Zeuge beschreibt Güterzug präzise

Der Hinweisgeber konnte den Zug sowie Ort und Zeitpunkt seiner Beobachtung präzise beschreiben. Dadurch gelang es, den betreffenden Güterzug über die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn schnell zu ermitteln.

Die Einsatzkräfte fuhren daraufhin mit Sonder- und Wegerechten zum Güterbahnhof Horka. Dort wollten sie die Situation überprüfen und eine mögliche Gefahr für Leib und Leben sowie für den Bahnverkehr ausschließen.

Weitere Meldungen rund um gefährliche Situationen auf Bahnanlagen findest Du unter anderem im Beitrag über die Gefahren an Gleisen und Oberleitungen.

21-Jähriger auf Güterzug sitzt auf Wagenpuffer

Bei der Kontrolle des Zuges entdeckten die Bundespolizisten in der Zugmitte einen Mann. Der 21-Jährige auf dem Güterzug saß auf einem Wagenpuffer.

Bei dem Mann handelte es sich um einen 21-jährigen deutschen Staatsangehörigen. Gegenüber den Beamten erklärte er, dass er bereits in Senftenberg auf den Zug aufgesprungen sei. Auf diese Weise habe er nach Rheinland-Pfalz zu seinen Eltern reisen wollen.

Nach seinen Angaben hatte er kein Geld für ein Zugticket. Zudem erklärte er gegenüber den Einsatzkräften, dass er bereits mehrfach auf diese Weise unterwegs gewesen sei.

Ähnliche gefährliche Situationen beschäftigen die Bundespolizei immer wieder. In einem anderen Fall musste ein Zug wegen eines Mannes im Gleisbereich eine Schnellbremsung einleiten. Auch Kinder im Gleisbereich sorgten bereits für eine Sperrung des Bahnverkehrs.

Bundespolizei holt Mann aus dem Gleisbereich

Die Beamten holten den Mann vom Zug und brachten ihn aus dem Gleisbereich. Im weiteren Gespräch stellte sich nach Angaben der Bundespolizei heraus, dass ihm die Gefahren seines Verhaltens bewusst waren. Diese hätten ihn jedoch nicht interessiert.

Im Rahmen der polizeilichen Überprüfung ergaben sich Hinweise auf eine Alkohol- und Rauschmittelabhängigkeit. Deshalb zogen die Einsatzkräfte den Rettungsdienst hinzu, um den Gesundheitszustand des Mannes beurteilen zu lassen.

Der Rettungsdienst stellte keine akute Eigengefährdung fest. Anschließend erteilte die Bundespolizei dem Mann einen Platzverweis. Zur Durchsetzung dieser Maßnahme brachten die Einsatzkräfte ihn von den Gleisanlagen in Horka nach Görlitz.

Strafverfahren wegen Gefährdung des Bahnverkehrs

Gegen den Deutschen leitete die Bundespolizei ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Bahnverkehrs ein. Nach einer erneuten Belehrung entließen die Beamten den 21-Jährigen aus der polizeilichen Maßnahme.

Der Fall zeigt erneut, mit welchen Situationen Einsatzkräfte im Bahnbereich konfrontiert werden. Auch Personen im Gleisbereich sowie Gegenstände auf Bahngleisen haben bereits Einsätze der Bundespolizei ausgelöst.

Weitere aktuelle Meldungen aus Deutschland findest Du in unserer Deutschland-Rubrik.

Wichtige Polizeimeldungen aus der ganzen Welt findest Du hier.

Erstellt mit Hilfe von KI

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