Köln. Extreme Hitze kann innerhalb kurzer Zeit lebensgefährlich werden. Das zeigte sich am Freitag in Köln besonders deutlich: Rettungskräfte mussten sieben Menschen aus Dachgeschosswohnungen retten und in Krankenhäuser bringen. Nach Angaben des Berichts befanden sich die Betroffenen in einem lebensbedrohlichen Zustand. Ihre Körpertemperatur soll auf über 42 Grad gestiegen sein.
Besonders alarmierend ist: Bei den Betroffenen handelte es sich demnach nicht um hochbetagte Menschen, sondern um Personen im Alter zwischen 40 und 60 Jahren. Damit wird deutlich, dass starke Hitze nicht nur für Senioren, Kinder oder Vorerkrankte gefährlich werden kann. Auch Erwachsene mittleren Alters können bei extremer Belastung kollabieren.
Dachwohnungen können sich stark aufheizen
Gerade Dachgeschosswohnungen werden bei hohen Außentemperaturen schnell zur Hitzefalle. Denn unter dem Dach staut sich warme Luft besonders stark. Wenn Räume schlecht gedämmt oder kaum belüftet sind, kann die Temperatur im Inneren über viele Stunden gefährlich hoch bleiben. Zusätzlich kühlen viele Wohnungen nachts kaum noch ab.
In Köln wurden am Freitag Temperaturen von bis zu 37,5 Grad gemessen. Angehörige sollen die Feuerwehr alarmiert haben, nachdem die Betroffenen zusammengebrochen waren. Anschließend wurden sie durch Rettungskräfte versorgt und in Kliniken gebracht.
Feuerwehr fordert zusätzliche Kräfte an
Wegen der hohen Zahl an Notrufen wurden laut Bericht zusätzliche Feuerwehrkräfte für das Wochenende angefordert. Denn bei extremer Hitze steigt nicht nur die Belastung für die Bevölkerung, sondern auch für Rettungsdienste, Notärzte und Kliniken.
Die Stadt Köln hatte bereits im Rahmen der Aktion „Cooling Cologne“ Maßnahmen zur Abkühlung getroffen. Unter anderem wurden am Rudolfplatz Wasserschläuche installiert, damit sich Menschen bei hohen Temperaturen abkühlen können.
Warnzeichen ernst nehmen
Ein Hitzschlag ist ein medizinischer Notfall. Warnzeichen können starke Erschöpfung, Schwindel, Übelkeit, Verwirrtheit, Krämpfe oder Bewusstlosigkeit sein. Wer solche Symptome bemerkt, sollte sofort den Notruf 112 wählen. Bis Hilfe eintrifft, sollten Betroffene in den Schatten oder in einen kühlen Raum gebracht werden.
Außerdem hilft es, enge Kleidung zu öffnen, den Körper vorsichtig zu kühlen und Wasser anzubieten, sofern die Person wach und ansprechbar ist. Bewusstlosen Menschen darf jedoch nichts eingeflößt werden.
So schützen Sie sich bei großer Hitze
Bei extremen Temperaturen sollten körperliche Anstrengungen möglichst vermieden werden. Außerdem ist es wichtig, ausreichend zu trinken, leichte Kleidung zu tragen und direkte Sonne zu meiden. Fenster sollten tagsüber geschlossen und verschattet werden. Gelüftet wird am besten früh morgens oder spät abends.
Besonders wichtig ist auch der Blick auf Nachbarn, Angehörige und alleinlebende Menschen. Denn wer bei Hitze kollabiert, kann sich oft nicht mehr selbst helfen. Deshalb kann ein kurzer Anruf oder ein Besuch im Ernstfall entscheidend sein.
Fazit
Der Vorfall in Köln zeigt eindringlich, wie gefährlich extreme Hitze werden kann. Vor allem Dachwohnungen können sich so stark aufheizen, dass akute Lebensgefahr entsteht. Deshalb gilt: Warnzeichen ernst nehmen, gefährdete Menschen im Blick behalten und im Notfall sofort die 112 wählen.
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