Flugzeugabsturz in Namibia: Leiche von Silke Lohmiller gefunden
Windhuk. Nach dem schweren Flugzeugabsturz in Namibia gibt es nun traurige Gewissheit: Einsatzkräfte haben auch die Leiche von Silke Lohmiller gefunden. Damit identifizierten die Behörden alle vier deutschen Todesopfer des Unglücks.
Der Flugzeugabsturz in Namibia ereignete sich bereits am 10. Mai. An Bord der Cessna 210 saßen Richard Lohmiller, seine Frau Silke Lohmiller, ihr 19-jähriger Sohn Henry sowie der deutsche Pilot. Alle vier Menschen kamen ums Leben.
Silke Lohmiller tagelang vermisst
Suchtrupps fanden zunächst die sterblichen Überreste der drei Männer. Die Leiche von Silke Lohmiller blieb jedoch mehrere Tage verschwunden. Nun bestätigte die Polizei, dass Einsatzkräfte auch sie fanden und identifizierten.
Die Familie stammte aus Bad Rappenau in Baden-Württemberg. Richard Lohmiller arbeitete früher als Manager bei Kaufland. Auch Silke Lohmiller hatte über viele Jahre verantwortungsvolle Positionen in der Schwarz-Gruppe inne.
Absturzstelle lag in schwer zugänglichem Gelände
Die Bergung stellte die Einsatzkräfte vor große Probleme. Die Maschine stürzte nahe einem Berggipfel in einer steilen Schlucht ab. Zudem erschwerte das unwegsame Gelände die Suche erheblich.
Deshalb konnten die Helfer die Opfer nicht einfach bergab transportieren. Stattdessen mussten sie einen Hubschrauber einsetzen. Außerdem fing das Flugzeug nach dem Absturz Feuer und wurde stark beschädigt.
Maschine erreichte Lodge nie
Die Cessna war in Windhuk gestartet. Sie sollte etwa eine Stunde später auf der privaten Landebahn einer Lodge in der Region Sossusvlei landen. Dort kam der Kleinflieger jedoch nie an.
Nach Behördenangaben nahm die Maschine keinen Kontakt zur Flugsicherung auf. Später entdeckte ein Suchflugzeug die Trümmer rund zwei Kilometer von Hammerstein entfernt. Die Region liegt abgelegen und bergig.
Ermittlungen zur Ursache laufen weiter
Die Ursache für den Flugzeugabsturz in Namibia steht weiterhin nicht fest. Ermittler prüfen daher Wrackteile, Flugzeugunterlagen, Wartungsdokumente und Wetterdaten. Außerdem klären sie, ob die Cessna einen Flugschreiber an Bord hatte.
Die namibische Behörde für Flugunfalluntersuchungen arbeitet nach eigenen Angaben eng mit der deutschen Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung zusammen. Die Leichen der Opfer sollen nun nach Deutschland überführt werden.
Der Flugzeugabsturz in Namibia bewegt viele Menschen weit über die Region hinaus. Besonders in Bad Rappenau löste der Tod der Familie große Betroffenheit aus.
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Foto Dieter Schwarz Stiftung
