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Lidl-Rückruf wegen Noroviren

18. Juli 2026 4 Minuten gelesen
LIDL RÜCKRUF

 Diese Freshona-Beerenmischung nicht verzehren

Ein aktueller Lidl-Rückruf wegen Noroviren betrifft eine tiefgefrorene Beerenmischung der Eigenmarke Freshona. Weil nicht ausgeschlossen werden kann, dass einzelne Packungen mit Noroviren belastet sind, warnt der Hersteller vor dem Verzehr. Kundinnen und Kunden sollten deshalb ihr Tiefkühlfach kontrollieren und betroffene Ware zu Lidl zurückbringen.

Der Hersteller Jütro Tiefkühlkost GmbH & Co. KG ruft das Produkt „Freshona Bio Beerenmischung erntefrisch tiefgefroren“ in der 300-Gramm-Packung vorsorglich zurück. Die Beerenmischung wurde in zahlreichen Bundesländern über Filialen des Discounters Lidl verkauft.

Lidl-Rückruf wegen Noroviren: Diese Packungen sind betroffen

Der Rückruf betrifft ausschließlich Packungen mit bestimmten Mindesthaltbarkeitsdaten und Chargennummern. Verbraucher sollten daher sowohl das Datum als auch die Charge auf der Verpackung sorgfältig überprüfen.

  • Produkt: Freshona Bio Beerenmischung erntefrisch tiefgefroren
  • Packungsgröße: 300 Gramm
  • Mindesthaltbarkeitsdatum: 17.04.2028
  • Mindesthaltbarkeitsdatum: 18.04.2028
  • Charge: L180426H3
  • Charge: L180426L3
  • Charge: L190426L3
  • Charge: L190426N3
  • Hersteller: Jütro Tiefkühlkost GmbH & Co. KG

Andere bei Lidl verkaufte Produkte des Herstellers sowie weitere Produkte der Marke Freshona sind nach aktuellem Stand nicht von dem Rückruf betroffen.

In diesen Bundesländern wurde die Beerenmischung verkauft

Die betroffene Tiefkühlware gelangte nach Angaben zum Rückruf in Lidl-Filialen in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, im Saarland, in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Damit betrifft der Rückruf einen großen Teil Deutschlands. Auch Verbraucher aus Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sollten deshalb prüfen, ob sich eine entsprechende Packung in ihrem Haushalt befindet. Weitere aktuelle Warnmeldungen und Rückrufe finden Leser auch auf Blaulicht Deutschland.

Betroffene Freshona-Beeren nicht verzehren

Kundinnen und Kunden sollten betroffene Packungen keinesfalls essen. Die Ware kann in einer Lidl-Filiale zurückgegeben werden. Der Kaufpreis wird auch dann erstattet, wenn kein Kassenbon mehr vorhanden ist.

Wer die Beerenmischung bereits weitergegeben hat, sollte außerdem die betreffende Person über den Rückruf informieren. So lässt sich verhindern, dass die Ware versehentlich gegessen oder für ein Dessert, einen Smoothie oder ein anderes Gericht verwendet wird.

Welche Beschwerden können Noroviren verursachen?

Noroviren können plötzlich einsetzendes, starkes Erbrechen und heftigen Durchfall auslösen. Zusätzlich können Übelkeit, Bauchschmerzen, Kopf- und Muskelschmerzen sowie ein ausgeprägtes Schwächegefühl auftreten. Durch Erbrechen und Durchfall verliert der Körper unter Umständen innerhalb kurzer Zeit viel Flüssigkeit.

Besonders gefährdet sind Säuglinge, Kleinkinder, Schwangere, ältere Menschen sowie Personen mit Vorerkrankungen oder einem geschwächten Immunsystem. Bei ihnen kann der Flüssigkeitsverlust zu stärkeren Beschwerden, Kreislaufproblemen und Schwindel führen.

Wann sollten Betroffene einen Arzt kontaktieren?

Personen, die die zurückgerufenen Beeren gegessen haben und anschließend schwere oder länger anhaltende Beschwerden entwickeln, sollten ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Dabei sollten sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass sie möglicherweise eine vom Rückruf betroffene Tiefkühl-Beerenmischung verzehrt haben.

Wer keine Beschwerden entwickelt, muss sich nach Angaben der Behörden nicht vorsorglich ärztlich untersuchen lassen. Dennoch sollten Betroffene ihren Gesundheitszustand aufmerksam beobachten.

Tiefkühlbeeren grundsätzlich vollständig erhitzen

Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt insbesondere empfindlichen Personengruppen, tiefgekühlte Beeren vor dem Verzehr gleichmäßig und vollständig zu erhitzen. Ein kurzes Erwärmen kann möglicherweise nicht ausreichen. Diese allgemeine Empfehlung ersetzt jedoch nicht den Rückruf: Betroffene Packungen sollten zurückgegeben und nicht mehr verwendet werden.

Die vollständigen Angaben zum Produktrückruf veröffentlicht das offizielle Portal lebensmittelwarnung.de. Medizinische Informationen über Noroviren stellt außerdem das Robert Koch-Institut bereit.

Wichtig: Wer eine Packung mit einem der genannten Mindesthaltbarkeitsdaten und einer der betroffenen Chargennummern besitzt, sollte die Beerenmischung nicht verzehren und sie zu Lidl zurückbringen.

Weitere nationale und internationale Meldungen finden Sie auf Police Report Worldwide.

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