Frankfurt am Main / Koblenz. Am Flughafen Frankfurt hat die Bundespolizei eine mutmaßliche Liebesschwindlerin festgenommen. Die 30-jährige Frau wurde am 4. Juli kurz vor ihrem geplanten Abflug nach Mallorca direkt am Gate gestoppt.
Gegen die polizeibekannte Beschuldigte lag ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Koblenz vor. Die Frau wurde wegen zahlreicher Diebstahls- und Betrugshandlungen gesucht.
Liebesschwindlerin soll 80-jährigen Mann betrogen haben
Nach den bisherigen Ermittlungen soll die 30-Jährige im Jahr 2025 einem 80-jährigen Mann aus Koblenz eine Liebesbeziehung vorgespiegelt haben. Dadurch gewann sie nach Angaben der Ermittler das Vertrauen des Seniors und soll ihm anschließend erhebliche Vermögenswerte entzogen haben. Neben Bargeld sollen auch mehrere Wertgegenstände in ihren Besitz gelangt sein.
Besonders schwer wiegt der Vorwurf, dass die mutmaßliche Liebesschwindlerin sogar einen Krankenhausaufenthalt des Geschädigten ausgenutzt haben soll. Während dieser Zeit soll sie sich unbemerkt weiter bereichert haben.
Festnahme direkt vor dem Abflug nach Mallorca
Noch vor dem Boarding endete die geplante Reise der Beschuldigten am Flughafen Frankfurt. Einsatzkräfte der Bundespolizei nahmen die 30-Jährige direkt am Gate fest. Anschließend brachten die Beamten sie zum zuständigen Haftrichter am Amtsgericht Koblenz.
Dort wurde der Haftbefehl in Vollzug gesetzt. Danach kam die Beschuldigte in eine Justizvollzugsanstalt. Die weiteren Ermittlungen laufen.
Love Scamming: Polizei mahnt zur Vorsicht
Der Fall zeigt erneut, wie gefährlich sogenannter Liebesbetrug sein kann. Täterinnen und Täter bauen dabei gezielt Vertrauen auf, täuschen Gefühle vor und bringen ihre Opfer anschließend dazu, Geld oder Wertgegenstände herauszugeben.
Gerade ältere Menschen geraten immer wieder ins Visier solcher Betrugsmaschen. Deshalb sollten Angehörige aufmerksam werden, wenn Senioren plötzlich größere Bargeldbeträge abheben, Schmuck weitergeben oder neue Bekanntschaften ungewöhnlich schnell finanzielle Hilfe verlangen.
Weitere Informationen zum Schutz vor Betrug
Hilfreiche Hinweise zum Thema Betrug bietet die Polizeiliche Kriminalprävention. Auch das Bundeskriminalamt informiert regelmäßig über aktuelle Betrugsmaschen.
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Quelle: Bundespolizei
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