A6 bei Sinsheim: Lkw schiebt liegengebliebenen VW rund 100 Meter vor sich her
Schwerer Unfall auf der A6 bei Sinsheim: In den frühen Morgenstunden des Sonntags ist zwischen den Anschlussstellen Sinsheim-Süd und Sinsheim-Steinsfurt ein Lastwagen mit einem auf dem Standstreifen stehenden VW kollidiert. Der Autofahrer erlitt dabei schwere Verletzungen. Feuerwehrkräfte mussten ihn aus seinem Fahrzeug befreien.
VW stand nach Panne auf dem Standstreifen
Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Verkehrsunfall gegen 02:45 Uhr auf der Autobahn 6 in Fahrtrichtung Heilbronn. Ein 36 Jahre alter VW-Fahrer hatte zuvor eine Fahrzeugpanne. Deshalb stellte er seinen Wagen auf dem Standstreifen ab und sicherte das Fahrzeug nach bisherigen Erkenntnissen ordnungsgemäß ab.
Der Mann befand sich allerdings noch in seinem VW, als sich ein 21-jähriger Lkw-Fahrer näherte. Aus bislang ungeklärter Ursache kam der Lastwagen nach rechts von seinem Fahrstreifen ab. Anschließend prallte der Lkw laut Polizei ungebremst auf den stehenden Pkw.
Lkw schob Auto rund 100 Meter weit
Durch die enorme Wucht des Zusammenstoßes wurde der VW nicht nur getroffen. Vielmehr schob der Lastwagen das Fahrzeug anschließend noch etwa 100 Meter vor sich her. Schließlich wurde der Pkw zwischen dem Lkw und der Leitplanke eingeklemmt.
Dadurch befand sich der 36-jährige Fahrer in einer schwierigen Lage. Einsatzkräfte der Feuerwehr mussten ihn aus dem erheblich beschädigten Fahrzeug retten. Nachdem die Rettungskräfte den Verletzten versorgt hatten, brachten sie ihn mit einem Rettungswagen in ein nahegelegenes Krankenhaus.
Der 21-jährige Fahrer des Lastwagens blieb dagegen nach bisherigen Erkenntnissen unverletzt.
Gutachter soll Unfallursache auf der A6 klären
Warum der Lastwagen nach rechts von der Fahrbahn abkam, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen. Deshalb zog die Polizei zur Rekonstruktion des Unfallhergangs einen Gutachter hinzu. Außerdem stellten die Ermittler die Zugmaschine des Lkw sicher.
Die Polizei Baden-Württemberg untersucht nun die genauen Umstände des schweren Verkehrsunfalls. Die weiteren Ermittlungen übernimmt die Autobahnpolizei Walldorf.
Rund 50.000 Euro Sachschaden
Nach ersten Schätzungen entstand bei dem Unfall ein Sachschaden von rund 50.000 Euro. Neben der Unfallaufnahme waren anschließend umfangreiche Abschlepp- und Reinigungsarbeiten erforderlich.
Deshalb mussten der rechte sowie der mittlere Fahrstreifen der Autobahn zeitweise gesperrt werden. Die Einschränkungen dauerten bis etwa 08:15 Uhr an. Erst danach konnten die betroffenen Fahrstreifen wieder für den Verkehr freigegeben werden.
Die A6 gehört zu den wichtigsten Autobahnverbindungen im Südwesten Deutschlands. Informationen zur aktuellen Verkehrslage und zu Baustellen stellt unter anderem die Autobahn GmbH des Bundes zur Verfügung.
Ermittlungen dauern an
Die Autobahnpolizei Walldorf versucht nun gemeinsam mit dem hinzugezogenen Gutachter zu klären, weshalb der Lkw von seinem Fahrstreifen abkam. Der genaue Unfallhergang ist daher weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.
