Im Laufe des gestrigen Montags kam es erneut zu einer Welle von betrĂ¼gerischen Anrufen im Stadtgebiet Mainz, Ingelheim, Oppenheim und Nieder-Olm. Der sogenannte “Callcenter-Betrug” ist eine Masche, bei der die Täter unter Vorspiegelung falscher Tatsachen versuchen, insb. bei der lebensälteren Generation, die Herausgabe von Geld, Schmuck oder anderen Wertgegenständen zu bewirken.
Im Rahmen der persönlichen, telefonischen oder Online-Anzeigenerstattung wurden der Polizeidirektion Mainz innerhalb eines Tages insgesamt 20 Anrufe der Callcenter-Betrugsmasche bekannt. Hierbei wurde mit verschiedenen Legenden gearbeitet. Besonders häufig findet aktuell die Variante “Falsche Polizeibeamte” Anwendung, bei der die Anrufenden vorgeben, Polizeibeamte zu sein und häufig Ă¼ber das Aufbauen von Drohszenarien versuchen, Geld oder andere Wertgegenstände von ihren Opfern zu erlangen.
Eine Variante ist die AnkĂ¼ndigung eines angeblich bevorstehenden Einbruchs oder RaubĂ¼berfalls, weshalb die Angerufenen ihr Hab und Gut in die Obhut der Polizei Ă¼bergeben sollen. Sodann wird ein Zeitpunkt fĂ¼r die Ăœbergabe ausgemacht oder die Betroffenen oftmals sogar an ihrer Wohnanschrift aufgesucht.
AuĂŸerdem häufig gewählte Szenarien sind drohende Gefängnisstrafen fĂ¼r einen nahen Angehörigen oder deren Verwicklung in einen Verkehrsunfall mit Personenschaden. Diese beiden Varianten werden auch häufig als “Enkeltrick” durchgefĂ¼hrt, bei dem die anrufende Person in die Rolle der/des Verwandten schlĂ¼pft.
Ein weiterer modus operandi sind Anrufe von vermeintlichen Microsoft-Mitarbeitern, die Ă¼ber einen angeblichen Virenbefall des Computers die Herausgabe der persönlichen Daten sowie die Ăœberweisung von grĂ¶ĂŸeren Geldbeträgen erwirken wollen.
Dem besonnenen Handeln der Angerufenen und ihrer tatsächlichen Angehörigen ist es zu verdanken, dass bei allen bekannten Vorfällen des gestrigen Montags niemand zu Schaden kam.
