Mann reißt Frau vor U-Bahn in Hamburg
Ein schockierender Vorfall hat am Donnerstagabend die Hamburger U-Bahn erschüttert: An der Haltestelle Wandsbek-Markt sind ein Mann und eine Frau von einer einfahrenden U-Bahn erfasst worden und ums Leben gekommen. Die Polizei geht nach ersten Erkenntnissen von einem möglichen Tötungsdelikt aus. Eine Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen.
Vorfall an der Haltestelle Wandsbek-Markt: Polizei spricht von Verdacht auf Tötungsdelikt
Nach Angaben der Hamburger Polizei standen beide Personen zunächst unabhängig voneinander am Bahnsteig. Als die U-Bahn einfuhr, soll der Mann die Frau plötzlich gepackt und beide gemeinsam auf die Gleise gestürzt haben. Damit verdichtet sich der Verdacht, dass es sich um ein gezieltes Handeln gehandelt haben könnte.
Mehrere Augenzeugen schilderten gegenüber einem Medienbericht, der Mann sei am Bahnsteig entlanggelaufen, habe eine dort stehende Frau gepackt und sich mit ihr vor die einfahrende Bahn geworfen. Die Ermittler prüfen nun, was genau in den Sekunden vor dem tödlichen Ereignis passiert ist.
Mordkommission LKA 41 übernimmt die Ermittlungen
Die Polizei datiert den Vorfall auf etwa 22.00 Uhr. Weil ein Verdacht auf ein Tötungsdelikt besteht, übernahm die Mordkommission des Landeskriminalamts (LKA 41) den Fall. Bislang konnten die Opfer noch nicht zweifelsfrei identifiziert werden. Außerdem bleibt der Hintergrund unklar: Die Ermittler klären nun, ob eine Beziehung zwischen den beiden Personen bestand oder ob die Frau zufällig ausgewählt wurde.
Die Polizei betreute mehrere Zeugen direkt vor Ort seelsorgerisch. Solche Ereignisse können starke psychische Belastungen auslösen, weshalb die Einsatzkräfte hier schnell reagieren.
Ermittlungen laufen: Zeugen sollen Hinweise liefern
Die Mordkommission wird in den kommenden Stunden und Tagen unter anderem Videoaufnahmen auswerten, Zeugen erneut befragen und die Abläufe am Bahnsteig rekonstruieren. Gerade in einem stark frequentierten Bereich wie Wandsbek-Markt kann jeder Hinweis entscheidend sein, um die Tatmotive zu verstehen.
U-Bahn-Verkehr in Hamburg betroffen: U1 teilweise gesperrt
Der tödliche Vorfall wirkte sich auch auf den Nahverkehr aus. Die Hamburger Hochbahn sperrte den Betrieb der Linie U1 zwischen den Haltestellen Wartenau und Wandsbek-Gartenstadt bis zum Betriebsende. Für Fahrgäste richtete die Hochbahn einen Ersatzverkehr mit Bussen ein. Nach ersten Informationen sollte der reguläre Betrieb am Freitag wieder aufgenommen werden.
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Polizei bittet um Hinweise
Wer den Vorfall am Donnerstagabend beobachtet hat oder Angaben zu den beteiligten Personen machen kann, sollte sich direkt bei der Polizei Hamburg melden. Hinweise können helfen, die genauen Umstände zu klären und den Hintergrund des Geschehens zu verstehen.
Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten bietet die Polizei Hamburg auch online unter polizei.hamburg.
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