Mord in Pasing: Neue Details zum Tod von Petra H. schockieren Nachbarn
Der Mord in Pasing an der 59-jährigen Petra H. erschüttert den Münchner Westen. Die Rollstuhlfahrerin wurde in ihrer Wohnung in der Josef-Lang-Straße tot aufgefunden. Nun berichten Nachbarn von lautem Krach, Geschimpfe und einem Mann, der zuvor bei der Frau gewohnt haben soll.
Mord in Pasing an Petra H.: Rollstuhlfahrerin seit Tagen vermisst
Petra H. lebte seit mehr als 20 Jahren in der gepflegten Wohnanlage in München-Pasing. Zunächst mit ihrem Mann, nach der Scheidung alleine. Sie galt als ruhige, zurückhaltende Frau. Ihr Rollstuhl steht noch immer im Treppenhaus, nur wenige Meter von der Wohnungstür entfernt.
Seit dem 29. November gab es kein Lebenszeichen mehr von ihr. Bezugspersonen und ein Pflegedienst machten sich Sorgen, weil sie die Frau nicht erreichen konnten. Am 4. Dezember öffneten Feuerwehr und Polizei die Wohnungstür im Hochparterre gewaltsam. In der Küche fanden die Einsatzkräfte die Leiche von Petra H.
Laut Ermittlern starb die Frau durch „stumpfe Gewalteinwirkung“. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde sie also vermutlich erschlagen. Die Spurensicherung war stundenlang in der Wohnung im Einsatz und dokumentierte jede Kleinigkeit. Für die anderen Bewohner der Anlage ist klar: Der Mord in Pasing an Petra H. verändert das Sicherheitsgefühl im ganzen Haus.
Verdächtiger nach Mord in Pasing an Petra H. in U-Haft
Die Polizei München und die Staatsanwaltschaft München I ermitteln wegen Mordes aus Habgier. Ein 60-jähriger Bekannter von Petra H. steht im Verdacht, die Frau getötet zu haben, um an ihre Kredit- und Girokarten zu kommen. Der Mann soll keinen festen Wohnsitz haben.
Bereits seit Januar lag gegen ihn eine Anzeige vor, weil er Geld aus der Wohnung der 59-Jährigen gestohlen haben soll. Festgenommen wurde der Verdächtige in einem Hotel in der Münchner Innenstadt. Bei der Kontrolle fanden Ermittler die Bankkarte von Petra H. bei ihm. Nach der Tat soll er mit dieser Karte Geld abgehoben und Einkäufe bezahlt haben.
Ein Richter erließ Haftbefehl wegen Mordes. Die Staatsanwaltschaft München I geht von Habgier als Motiv aus. Dem 60-Jährigen droht im Fall einer Verurteilung eine lebenslange Freiheitsstrafe. Die Mordkommission wertet aktuell Spuren, Videoaufnahmen und Kontobewegungen aus.
„Lautes Scheppern, dann Geschimpfe“ – was Nachbarn schildern
Besonders beklemmend sind die Schilderungen einer Nachbarin. Sie will anonym bleiben, lebt aber seit Jahren Tür an Tür mit der Getöteten. Am 2. Dezember sei sie gegen 21 Uhr früh ins Bett gegangen. Plötzlich habe sie aus der Wohnung von Petra H. ein lautes Scheppern gehört, als ob jemand heftig gegen eine Tür knallt. Sie habe befürchtet, die Nachbarin könne aus dem Rollstuhl gestürzt sein.
Wenige Tage später, am Donnerstag, hörte die Frau erneut Tumult aus der Wohnung. Sie berichtet von lautem Geschimpfe, dann sei es abrupt still geworden. Ob diese Geräusche direkt mit dem Mord in Pasing an Petra H. zusammenhängen, prüfen die Ermittler noch. Die genaue Tatzeit gilt weiterhin als offen.
Die Nachbarin erinnert sich außerdem an einen älteren, eher kleinen Mann, der im Frühsommer bei Petra H. gewohnt haben soll. Er habe damals gesagt, er wohne bei ihr. Ob es sich dabei um den jetzt festgenommenen 60-Jährigen handelt, ist unklar. Die Mordkommission vergleicht solche Hinweise mit den bisherigen Erkenntnissen.
Ruhige Wohnanlage, versiegelte Tür: Pasing ringt um Fassung
Die Wohnanlage in der Josef-Lang-Straße stammt aus dem Jahr 1910 und gilt als ruhige, gepflegte Genossenschaftsanlage. Kinder spielen im Hof, viele Bewohner kennen sich seit Jahren. Jetzt laufen alle täglich an einer versiegelten Wohnungstür vorbei, hinter der ein brutales Verbrechen geschah. Viele Anwohner sprechen von einem Gefühl der Ohnmacht.
Gleichzeitig wächst in der Nachbarschaft der Wunsch nach Aufklärung. Sie hoffen, dass Polizei und Justiz den Mord in Pasing an Petra H. lückenlos aufklären. Viele verfolgen neue Entwicklungen über regionale Blaulichtportale und aktuelle Meldungen aus München.
Offene Fragen im Fall Mord in Pasing an Petra H.
Die Ermittler arbeiten an mehreren zentralen Fragen. Wie genau sah die Beziehung zwischen Petra H. und dem verdächtigen 60-Jährigen aus? Warum kam es offenbar trotz einer früheren Diebstahlsanzeige zu weiterem Kontakt? Und wann genau wurde die 59-Jährige in ihrer Küche tödlich verletzt?
Auch die Rolle der gestohlenen Bankkarte bleibt wichtig. Die Auswertung der Kontobewegungen soll zeigen, wie oft und wo der Verdächtige nach dem Tod der Frau Geld abhob oder einkaufte. Ähnliche Fälle von tödlicher Gewalt im Umfeld von Beziehungen oder Bekanntschaften sorgten zuletzt ebenfalls für Schlagzeilen, etwa das Tötungsdelikt in Olching oder der bundesweit beachtete Mordfall Fabian.
Bis zur Klärung aller Fragen gilt für den festgenommenen Mann die Unschuldsvermutung. Die Ermittlungen zum Mord in Pasing an Petra H. laufen auf Hochtouren. Anwohner, Angehörige und viele Menschen weit darüber hinaus hoffen nun auf schnelle und klare Antworten.
