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Mordvorwurf nach fehlerhaften Narkosen: BGH hebt Urteil teilweise auf

15. Januar 2026 2 minutes read
fehlerhafte Narkosen Mordvorwurf

Fehlerhafte Narkosen: Mordvorwurf muss neu geprüft werden

Der fehlerhafte Narkosen Mordvorwurf gegen einen Anästhesisten beschäftigt erneut die deutsche Justiz. Der Bundesgerichtshof hat ein Urteil des Landgerichts Frankfurt am Main teilweise aufgehoben. Damit muss sich ein neues Tatgericht intensiv mit der Frage befassen, ob der Mediziner mit Mordvorsatz handelte.

Zehn Jahre Haft nach Tod eines Kindes

Das Landgericht Frankfurt hatte den Angeklagten zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zehn Jahren und sechs Monaten verurteilt. Zusätzlich untersagte das Gericht dem Mann für drei Jahre die Ausübung seines Berufs als Arzt. Das Urteil stützte sich auf mehrere schwere Vorwürfe, darunter Körperverletzung mit Todesfolge, Totschlag durch Unterlassen sowie versuchter Totschlag in drei Fällen.

Der Angeklagte betrieb eine mobile Anästhesie- und Notfallpraxis. Er führte ambulante Vollnarkosen vor allem in Zahnarztpraxen durch. Jährlich behandelte er nach den Feststellungen rund 500 Kinder und etwa 600 Erwachsene.

Vier Kinder erkrankten nach Narkosen schwer

Am 28. September 2021 kam es zu einem dramatischen Vorfall. Vier Kinder im Alter zwischen anderthalb und zwölf Jahren entwickelten nach einer zahnärztlichen Behandlung unter Vollnarkose eine lebensbedrohliche Sepsis. Trotz klar erkennbarer Symptome eines kritischen Schockzustands leitete der Arzt keine Rettungsmaßnahmen ein.

Eines der Kinder verstarb noch in derselben Nacht in den Räumen der Zahnarztpraxis – der Angeklagte befand sich dabei vor Ort. Dieser Ablauf bildet den Kernpunkt im fehlerhafte Narkosen Mordvorwurf, der nun erneut geprüft werden muss.

Bundesgerichtshof sieht rechtliche Fehler

Der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs beanstandete die rechtliche Würdigung des Landgerichts. Nach Ansicht der Richter überspannte das Gericht die Anforderungen an eine Verurteilung wegen Mordes beziehungsweise versuchten Mordes. Deshalb hob der BGH die Schuldsprüche in diesen Punkten auf.

Unberührt bleiben die Feststellungen zum äußeren Tatgeschehen. Dennoch fallen auch der Gesamtstrafenausspruch und die angeordnete Maßregel weg. Das neue Tatgericht muss nun genauer prüfen, ob der Angeklagte aus Verdeckungsabsicht handelte oder ob niedrige Beweggründe eine Rolle spielten.

Erhebliche Bedeutung für Medizin- und Strafrecht

Der Fall besitzt große Tragweite für das Medizin- und Strafrecht. Er wirft grundsätzliche Fragen zur Verantwortung von Ärzten bei Notfällen und zur strafrechtlichen Bewertung von Unterlassen auf. Weitere Berichte zu schweren Gerichtsverfahren findest Du auch in unserem Bereich Deutschland sowie unter News.

Offizielle Informationen zu vergleichbaren Entscheidungen stellt unter anderem der Bundesgerichtshof bereit. Auch die hessische Justiz informiert regelmäßig über bedeutende Strafverfahren.

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