Mysteriöse Krankheit in Burundi fordert fünf Todesopfe
In Burundi sorgt eine mysteriöse Krankheit für große Sorge. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden starben bereits fünf Menschen. Zudem erkrankten 35 weitere Personen im Bezirk Mpanda, rund 25 Kilometer nordöstlich von Bujumbura.
Die Betroffenen klagen über Fieber, Erbrechen, Durchfall, Blut im Urin, starke Müdigkeit und Bauchschmerzen. Außerdem berichten Fachleute bei schweren Verläufen über Gelbsucht und Blutarmut. Deshalb untersuchen Ärzte und internationale Experten nun mit Hochdruck die Ursache.
Behörden isolieren Erkrankte und überwachen Kontaktpersonen
Die ersten Hinweise auf die bislang ungeklärte Erkrankung gingen Ende März ein. Danach reagierte das Gesundheitsministerium nach eigenen Angaben schnell. Einsatzteams versorgten die Erkrankten, isolierten sie und beobachteten enge Kontaktpersonen.
Gesundheitsministerin Lydwine Badarahana besuchte das betroffene Gebiet bereits Mitte April. Sie erklärte, dass alle notwendigen Maßnahmen laufen, um die Bevölkerung zu schützen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Die mysteriöse Krankheit in Burundi betrifft nach bisherigen Angaben vor allem Familien und enge Kontaktpersonen im Bezirk Mpanda. Gleichzeitig betonen Experten, dass die Fallzahlen zuletzt nicht weiter gestiegen seien.
Tests auf Ebola, Marburg und weitere Krankheiten negativ
Labore prüften bereits mehrere gefährliche Erreger. Dazu zählen Ebola, Marburg, Gelbfieber, Rift-Valley-Fieber und Krim-Kongo-Fieber. Alle bisherigen Ergebnisse fielen negativ aus.
Dennoch laufen weitere Untersuchungen. Die Weltgesundheitsorganisation unterstützt Burundi bei der Überwachung, bei Felduntersuchungen, bei der klinischen Versorgung und bei der Labordiagnostik. Außerdem schickten Fachleute Proben zur weiteren Analyse in die Demokratische Republik Kongo.
WHO und CDC Africa unterstützen die Ermittlungen
Auch das Afrikanische Zentrum für Seuchenkontrolle CDC Africa beteiligt sich an den Untersuchungen. Ein hochrangiges Team soll gemeinsam mit burundischen Experten klären, welcher Erreger oder welche andere Ursache hinter den Symptomen steckt.
Die Lage erinnert Beobachter an frühere rätselhafte Krankheitsausbrüche in der Region. In der Demokratischen Republik Kongo hatten Experten Ende 2024 und Anfang 2025 ebenfalls nach einer unbekannten Ursache gesucht. Später führten sie die Erkrankungen auf eine seltene Malaria-Variante zurück.
Für Burundi bleibt die Lage angespannt. Die Behörden setzen deshalb auf schnelle Tests, genaue Beobachtung und internationale Hilfe. Die mysteriöse Krankheit in Burundi bleibt vorerst ungeklärt.
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