Nach Millionen-Deal mit McDonald’s: Carla von Hessen streitet mit früheren Anwälten
München. Nach ihrem millionenschweren Rechtsstreit mit McDonald’s beschäftigt Carla von Hessen erneut die Justiz. Dieses Mal geht es jedoch nicht um den Fast-Food-Konzern, sondern um offene Honorarforderungen früherer Rechtsbeistände. Unter dem Stichwort Carla von Hessen Anwälte stehen gleich zwei Verfahren im Mittelpunkt. Insgesamt verlangten zwei ehemalige Anwälte fast 70.000 Euro von der 52-Jährigen. Beide Auseinandersetzungen endeten schließlich mit Vergleichen.
Carla von Hessen Anwälte: Fast 70.000 Euro gefordert
Einer der früheren Rechtsanwälte forderte Medienberichten zufolge rund 48.000 Euro. Allerdings kam es nicht zu einer langen gerichtlichen Auseinandersetzung. Stattdessen einigten sich die Beteiligten vor dem Landgericht München auf einen Vergleich. Carla von Hessen soll demnach 24.000 Euro zahlen.
Außerdem machte ein zweiter ehemaliger Rechtsbeistand eine Forderung von rund 21.000 Euro geltend. Auch dieses Verfahren endete mit einer Einigung. Hier soll sich der Vergleich auf 15.250 Euro belaufen. Somit sind die ursprünglichen Forderungen zwar deutlich höher ausgefallen, dennoch muss Carla von Hessen insgesamt einen fünfstelligen Betrag zahlen.
Streit über angeblich kostenloses Mandat
Besonders interessant ist dabei die unterschiedliche Darstellung eines der Mandatsverhältnisse. Carla von Hessen erklärte gegenüber Medien, einer der Anwälte habe das Mandat ursprünglich kostenlos beziehungsweise pro bono übernehmen wollen.
Die Anwaltseite widerspricht dieser Darstellung allerdings. Demnach existiere eine schriftliche Honorarvereinbarung. Deshalb vertreten beide Seiten bei der Frage, welche Absprachen ursprünglich getroffen wurden, unterschiedliche Positionen. Durch den gerichtlichen Vergleich wurde der konkrete Zahlungsstreit schließlich beendet.
Millionen-Vergleich mit McDonald’s ging voraus
Hinter den aktuellen Verfahren steht eine deutlich größere juristische Vorgeschichte. Nach dem Tod ihres Ex-Mannes Otto von Hessen im Jahr 2020 wollte Carla von Hessen vier McDonald’s-Filialen in Ingolstadt übernehmen. Der Konzern stimmte der Übernahme jedoch nicht zu. Anschließend entwickelte sich daraus ein jahrelanger Rechtsstreit.
Ende 2023 erzielten die Beteiligten schließlich vor dem Oberlandesgericht München einen Vergleich. Nach übereinstimmenden Medienberichten soll McDonald’s rund elf Millionen Euro gezahlt haben. Im Gegenzug erhielt das Unternehmen wieder die Kontrolle über die betreffenden Restaurants.
Zwei neue Verfahren mit Vergleichen beendet
Nun standen also nicht mehr die McDonald’s-Filialen, sondern die Honorare ehemaliger Rechtsbeistände im Mittelpunkt. Die Verfahren zeigen zugleich, dass auch nach dem Abschluss eines großen Rechtsstreits weitere Auseinandersetzungen über die entstandenen Kosten folgen können.
Informationen zu Gerichten und Verfahren im Freistaat stellt die Bayerische Justiz bereit. Dort finden sich außerdem Informationen zum Landgericht München I.
Für Carla von Hessen sind zumindest diese beiden Honorarstreitigkeiten nun durch Vergleiche beendet. Damit steht fest, welche Beträge sie im Rahmen der Einigungen zahlen soll, während die ursprünglich geltend gemachten Forderungen deutlich höher lagen.
Bei der Erstellung dieses Beitrags wurden KI-Werkzeuge unterstützend eingesetzt. Inhaltliche Prüfung und redaktionelle Verantwortung liegen bei Blaulicht Report.
