Schwachstellen an der Clemensschule in Mayen aufgedeckt
In der Clemensschule in Mayen haben zwei siebenjährige Schüler für einen erheblichen Schaden gesorgt. In der Nacht drangen sie in den Keller der Schule ein, setzten mehrere Toiletten unter Wasser und zerstörten Gegenstände in den Fluren.
Der entstandene Schaden beläuft sich auf etwa 13.000 Euro. Mit dem Vorfall befasste sich der Stadtrat — dabei rückte nicht nur der Vandalismus, sondern auch die Frage nach der Sicherheit der Schule in den Mittelpunkt.
Was genau geschah
Die Schüler gelangten im September an einem Wochenende in den Keller der Schule. Dort und in den Sanitäranlagen verursachten sie mutwillige Sachbeschädigungen: Toiletten wurden überflutet, Waschbecken und Sanitärbereiche beschädigt. Im Anschluss durchstreiften sie die Flure und warfen Möbel und andere Gegenstände um. Der Vorfall löste große Bestürzung aus, zumal die Täter minderjährig waren.
Sicherheitslücken offenbar geworden
Der Vandalismus zeigt deutlich: Das Sicherheitskonzept der Schule offenbarte Schwächen. Offenbar war der Kellerbereich leicht zugänglich – gerade nachts. Auch Sanitärräume und Zugänge waren offenbar nicht ausreichend gesichert. Der Vorfall veranlasste die Stadtverwaltung und die Schulbehörden, die Schutz- und Überwachungsmaßnahmen zu überdenken. Zusätzlich rückt die Frage in den Fokus, wie kindersicher Schulgebäude gestaltet sein müssen – gerade, wenn sie bereits in der Vergangenheit von Flutschäden betroffen waren.
Hintergrund: Schule mit Geschichte
Die Clemensschule gehört mit zwei Gebäudeteilen – am Habsburgring und an der Bachstraße –, einer Turnhalle sowie zwei Schulhöfen zu den
älteren Grundschulen der Stadt.
In den letzten Jahren stand die Schule bereits wegen Hochwasserschäden und anschließender Sanierung im Fokus: Das Gebäude sowie Teile
der Außenanlagen und der Turnhalle wurden nach der Flut 2021 aufwendig wiederhergestellt.
Was nun getan werden muss
Nach dem Vorfall plant die Stadtverwaltung, die Sicherheitsmaßnahmen an der Clemensschule zu verschärfen. Denkbar sind:
- Versperrung bzw. gesicherte Zugänge zu Kellerräumen und Sanitärräumen außerhalb der Unterrichtszeiten
- Installation von Alarm- oder Überwachungssystemen für ungenutzte Bereiche über Nacht
- Regelmäßige Kontrolle des Gebäudes durch Hausmeister oder Sicherheitsdienst außerhalb der Unterrichtszeiten
- Präventive Maßnahmen wie Aufklärung und Sensibilisierung der Schulgemeinschaft zu Risiken und Verantwortung
Die Stadtverwaltung und der Stadtrat müssen jetzt entscheiden, wie schnell und in welchem Umfang solche Maßnahmen kommen. Es ist klar: Nach diesem Vandalismusfall ist ein Fokus auf Sicherheit und Prävention unumgänglich.
