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Neue Aussagen bringen Prinz Andrew erneut unter Druck

8. Juni 2026 3 Minuten gelesen
Jeffrey Epstein

Jeffrey Epstein: Neue Aussagen bringen Prinz Andrew erneut unter Druck

Neue Aussagen im Umfeld von Jeffrey Epstein sorgen für Aufsehen. Sarah Kellen, die frühere Assistentin des verurteilten Sexualstraftäters, schildert weitere Kontakte zum Umfeld von Prinz Andrew.

Epstein-Assistentin berichtet von Treffen mit Andrew

Kellen erklärt, sie habe gemeinsam mit Jeffrey Epstein an einem Abendessen in einer Privatwohnung im Buckingham Palace teilgenommen. Außerdem nennt sie eine Feier auf Schloss Windsor. Dabei soll es um den 18. Geburtstag von Prinzessin Beatrice im Jahr 2006 gegangen sein.

Nach ihren Angaben begegnete sie Prinz Andrew mehrfach. Sie berichtet zudem von Besuchen in New York und in Andrews privatem Haus. Damit rückt Jeffrey Epstein erneut in den Fokus der Debatte um den früheren Royal.

Schwere Vorwürfe gegen Maxwell

Sarah Kellen arbeitete mehr als zehn Jahre für Epstein. In früheren Zeugenaussagen galt sie als wichtige Person in seinem Umfeld. Nun beschreibt sie sich selbst jedoch als Opfer. Sie weist die Darstellung zurück, sie habe als Komplizin gehandelt.

Besonders schwere Vorwürfe richtet Kellen gegen Ghislaine Maxwell. Maxwell sitzt wegen ihrer Rolle im Epstein-Komplex in Haft. Kellen beschreibt Demütigungen und körperliche Anweisungen. Außerdem macht sie Maxwell für Epsteins Machtstruktur mitverantwortlich.

Andrew weist Vorwürfe weiter zurück

Trotz ihrer neuen Schilderungen betont Kellen einen wichtigen Punkt. Sie habe Prinz Andrew nie bei unangemessenem Verhalten beobachtet. Außerdem sagt sie, Andrew habe nicht zu den Männern gehört, mit denen sie sexuelle Kontakte gehabt habe.

Prinz Andrew weist alle Vorwürfe im Zusammenhang mit Jeffrey Epstein weiterhin zurück. Dennoch beschäftigen sich mehrere Polizeibehörden mit Fragen rund um seine Kontakte. Die neuen Aussagen erhöhen deshalb den öffentlichen Druck auf den früheren Royal.

Epstein-Verbindungen bleiben politisch und gesellschaftlich brisant

Jeffrey Epstein starb 2019 in einer Gefängniszelle. Sein Netzwerk sorgt aber bis heute für neue Enthüllungen. Dabei stehen Kontakte zu prominenten Personen, mögliche Mitwisser und offene Ermittlungsfragen weiter im Mittelpunkt.

Auch eine weitere Behauptung Kellens sorgt für Gesprächsstoff. Demnach soll Epstein bei einem Kuba-Besuch den früheren Machthaber Fidel Castro getroffen haben. Zudem soll Ghislaine Maxwell ihm ein Buch über ihren Vater Robert Maxwell überreicht haben.

Die neuen Aussagen liefern keine abgeschlossene Bewertung. Sie zeigen jedoch, wie weit Epsteins Kontakte offenbar reichten. Zugleich bleibt entscheidend, welche Punkte Ermittler bestätigen können und welche Vorwürfe sich nicht belegen lassen.

Mehr internationale Meldungen findest Du in unserer Rubrik Weltweit. Weitere Nachrichten aus Deutschland liest Du unter Deutschland.

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