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Neue Hoffnung im Fall Inga Gehricke: Zahlreiche Hinweise nach „Aktenzeichen XY … ungelöst“

30. Juli 2026 3 Minuten gelesen
Inga Gehricke

Inga Gehricke Quelle BKA

Polizei wertet zahlreiche neue Hinweise aus!

Mehr als elf Jahre nach dem rätselhaften Verschwinden von Inga Gehricke gibt es neue Hoffnung für die Ermittler. Nach der Ausstrahlung des Falls in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY … ungelöst“ gingen zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung bei der Polizei Sachsen-Anhalt ein. Die Beamten prüfen nun jede einzelne Information sorgfältig.

Polizei spricht von zahlreichen neuen Informationen

Wie viele Hinweise nach der Fernsehausstrahlung eingegangen sind, wollte die Polizei bislang nicht bekannt geben. Polizeihauptkommissar Michael Ripke erklärte jedoch in der Sendung, dass die Resonanz sehr groß gewesen sei.

„Wir haben tatsächlich sehr viele neue Informationen erhalten und erhoffen uns, dass da der entscheidende Hinweis dabei ist“, sagte Ripke. Nach seinen Angaben führen die eingegangenen Hinweise in unterschiedliche Richtungen. Aus ermittlungstaktischen Gründen veröffentlicht die Polizei derzeit keine weiteren Details.

Dennoch zeigen sich die Ermittler optimistisch. „Wir sind guter Hoffnung, dass da was Gutes dabei ist“, erklärte der Polizeihauptkommissar.

Inga Gehricke verschwand während eines Familienausflugs

Der Vermisstenfall Inga Gehricke zählt zu den rätselhaftesten Kriminalfällen Deutschlands. Am 2. Mai 2015 besuchte die damals fünfjährige Inga gemeinsam mit ihrer Familie den Wilhelmshof bei Stendal. Die diakonische Einrichtung befindet sich in einem weitläufigen Waldgebiet im Norden Sachsen-Anhalts.

Während Erwachsene und Kinder die Vorbereitungen für ein Grillfest trafen, spielte das Mädchen auf dem Gelände. Gegen 18.40 Uhr wurde Inga zuletzt gesehen. Nach Angaben der Ermittler hielt sie sich kurz zuvor auf einem Spielzeugpferd in der Nähe eines Fußball- und Grillplatzes auf.

Nur wenig später war das Kind spurlos verschwunden.

Großangelegte Suchaktion blieb erfolglos

Unmittelbar nach dem Verschwinden starteten Polizei, Feuerwehr und zahlreiche freiwillige Helfer eine groß angelegte Suchaktion. Einsatzkräfte durchkämmten das Gelände sowie die umliegenden Wälder. Suchhunde, Hubschrauber und weitere Spezialkräfte kamen ebenfalls zum Einsatz.

Trotz des enormen Aufwands blieb die Suche erfolglos. Bis heute fehlt von Inga Gehricke jede Spur.

Ermittler schließen keine Möglichkeit aus

Was am 2. Mai 2015 geschah, ist weiterhin ungeklärt. Die Ermittler ziehen verschiedene Szenarien in Betracht – darunter einen Unfall, eine Entführung oder ein Gewaltverbrechen. Keine dieser Theorien konnte bislang bestätigt oder ausgeschlossen werden.

Da es bis heute keine Beweise für den Tod des Mädchens gibt, besteht nach Angaben der Polizei weiterhin die Hoffnung, dass Inga noch lebt.

Polizei bittet weiterhin um Hinweise

Die Ermittler suchen weiterhin nach Personen, die sich am 2. Mai 2015 im Bereich des Wilhelmshofs oder auf den Zufahrtsstraßen aufgehalten haben. Auch alte Fotos oder Videos könnten bislang unerkannte Details enthalten und für die Ermittlungen von Bedeutung sein.

Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0345 / 224-1291 sowie per E-Mail an cold-case-wald@polizei.sachsen-anhalt.de entgegen.

Weitere aktuelle Polizeimeldungen finden Sie auch in unseren Rubriken
Deutschland,
Fahndungen und
News.

Weitere Informationen zum Vermisstenfall veröffentlicht zudem die
Polizei Sachsen-Anhalt.

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